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Produktion BMW-Produktionsvorstand will zwei Milliarden Euro in der Fertigung sparen

| Redakteur: Svenja Gelowicz

In einem Bericht erklärt BMW-Produktionschef Milan Nedeljkovic, wie er zwei Milliarden Euro in den Werken einsparen will – und wie die Beschäftigung im Produktionsnetzwerk trotzdem stabil bleiben soll.

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BMW-Standort Dingolfing.
BMW-Standort Dingolfing.
(Bild: BMW)

BMW will bis Ende 2022 zwei Milliarden Euro in der Produktion einsparen. Das sagte der Produktionschef Milan Nedeljkovic der „FAZ“. Erreichen will der 50 Jahre alte Manager das ambitionierte Ziel, indem er Anlageinvestitionen optimiert. Außerdem will er durch Verbesserung von Prozessen die laufenden Kosten senken. Dabei soll auch die Digitalisierung helfen, zum Beispiel durch die Vernetzung von Mensch und Maschine. Der Hersteller aus München hat bereits vor einem Jahr seine Zulieferer ebenfalls zum Sparen aufgefordert.

BMW und die E-Mobilität

Eine Herausforderung für sein Ressort ist die Elektromobilität. „Wie viele Kunden Elektroautos kaufen, kann niemand vorhersagen. Um entsprechend flexibel zu sein, ist es unser Ansatz, die Elektromobilität in die bestehenden Produktionsstrukturen zu integrieren. In der Montage bauen wir den Hochvoltspeicher in den Antriebsstrang ein und auch den Karosseriebau bereiten wir auf alle unterschiedlichen Antriebsarten vor“, sagt Nedeljkovic. Das sei eine Herausforderung.

Personal wollen die Münchener dabei nicht abbauen. Da BMW die Getriebeeinheiten von Lieferanten bezieht, entfallen keine Jobs bei Arbeiten am Antriebsstrang. „Bei den Elektroautos fertigen wir dagegen die Zellmodule und auch die Hochvoltspeicher selbst. Durch diese höhere Fertigungstiefe beim elektrischen Antriebsstrang wird die Beschäftigung in unserem Produktionsnetzwerk künftig stabil bleiben“, so der Produktionsvorstand gegenüber der „FAZ“.

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