Automobilzulieferer Bolta-Werke melden Insolvenz an

Redakteur: Lena Sattler

Der Automobilzulieferer ist in finanzielle Schieflage geraten. Als Grund werden die Auswirkungen der Halbleiterkrise genannt. Wie es für die 1.000 Mitarbeiter nun weitergeht.

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Aufgrund der Halbleiterkrise haben einigen Kunden ihre Aufträge bei Bolta verschoben.
Aufgrund der Halbleiterkrise haben einigen Kunden ihre Aufträge bei Bolta verschoben.
(Bild: Bolta)

Der fränkische Automobilzulieferer Bolta-Werke hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das teilte die Sanierungskanzlei Schultze & Braun in einer Pressemitteilung mit. Demnach soll der Geschäftsbetrieb nach dem Insolvenzantrag „ohne Unterbrechungen in vollem Umfang“ weiterlaufen. Alle Aufträge würden wie vereinbart erbracht.

Die Bolta-Werke fertigen Bauteile und einzelne Komponenten wie Typenschilder und Zierleisten für die Automobilindustrie. Insgesamt sind die rund 1.000 Mitarbeiter am Standort in Diepersdorf in der Nähe von Nürnberg betroffen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm informierte die Arbeitnehmer am Dienstag (28. September): Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Grund für die aktuelle Schieflage sei die Halbleiterkrise: Einige Kunden hätten deshalb ihre Bestellungen verschoben, was bei Bolta zu einem Umsatzeinbruch führte, der finanziell nicht zu stemmen war.

Ausländische Betriebe nicht betroffen

Böhm zeigte sich zuversichtlich im Hinblick auf die Perspektive des Zulieferers: „Das Unternehmen verfügt über hochqualifizierte Mitarbeiter, hochmoderne Fertigungsverfahren und ein weitverzweigtes Vertriebsnetz. Das sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Neuaufstellung.“ Zudem hätten Kunden bereits angekündigt, weiter bei den Bolta-Werken zu bestellen.

Weltweit arbeiten insgesamt rund 2.400 Mitarbeiter für die Bolta-Gruppe. Die internationalen Bolta-Gesellschaften sind laut Schultze & Braun nicht von der Insolvenz betroffen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von insgesamt rund 230 Millionen Euro.

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