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Bosch gründet Einheit für Elektromobilität

| Redakteur: Thomas Günnel

Bosch schätzt das Produktionsvolumen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen im Jahr 2025 auf rund 20 Millionen. Deshalb gründet das Unternehmen jetzt eine eigene Geschäftseinheit Elektromobilität.

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Bosch gründet eine eigene Geschäftseinheit Elektromobilität. Sie wird Teil des neuen Geschäftsbereiches „Powertrain Solutions“.
Bosch gründet eine eigene Geschäftseinheit Elektromobilität. Sie wird Teil des neuen Geschäftsbereiches „Powertrain Solutions“.
(Bild: Bosch)

Nach Schätzungen von Bosch werden im Jahr 2025 fast 20 Millionen Hybride und Elektrofahrzeuge produziert. Der Zulieferer gründet deshalb jetzt eine eigene Geschäftseinheit für Elektromobilität. Diese Einheit wird Teil des neuen Geschäftsbereichs „Powertrain Solutions“. Darin will das Unternehmen ab Anfang des Jahres 2018 rund 88.000 Mitarbeiter an mehr als 60 Standorten in 25 Ländern zusammenfassen. Die Anzahl der Mitarbeiter bleibt durch diese Neuorganisation laut Unternehmen fast unverändert. Im Kern geht es darum, Systemlösungen anzubieten. „Die Bedürfnisse unserer Kunden gehen zunehmend über den Verbrennungsmotor hinaus. Diese Veränderung hin zur Elektrifizierung wird der neue Geschäftsbereich mitgestalten“, erklärt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions und Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH.

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Der Geschäftsbereich gliedert sich in drei Kernsegmente: Pkws, Nutzfahrzeuge und Off-Highway sowie Elektrofahrzeuge. „Großes Wachstumspotenzial sehen wir bei Elektromobilität und Nutzfahrzeugen. Bei Personenwagen mit klassischem Verbrennungsmotor konzentrieren wir uns insbesondere darauf, die Effizienz zu steigern“, sagt Bulander.

Zweigleisig fahren

„Wir sind strategisch gut vorbereitet auf den Wandel hin zum elektrischen Fahren“, so Bulander. Im Jahr 2025, schätzt Bosch, fahren zusätzlich zu den 20 Millionen Hybriden und Elektrofahrzeugen rund 85 Millionen Neufahrzeuge mit Benzin oder Diesel. „Da heute noch offen ist, welcher Antrieb oder welche Kombinationen von Antriebsarten wann vorherrschen, fahren wir zweigleisig und bauen Kompetenz und Know-how bei Elektromobilität und Verbrennern weiter aus“, erklärt Bulander weiter. Am Thema Elektromobilität arbeiten derzeit rund 1.800 Mitarbeiter. Für die Weiterentwicklung von Antriebslösungen investiert Bosch jährlich mehrere Milliarden Euro, allein in die Elektromobilität 400 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Forschung und Entwicklung im Bereich der Batterie. Mehr als 30 Serienprojekte zur Elektromobilität hat das Unternehmen gemeinsam mit Fahrzeugherstellern bereits realisiert.

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