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Motorsport Engineering

Bosch verwendet Radarsystem in Le Mans zur Kollisionsvermeidung

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Die Chevrolet-Corvette-C7.R-Werkswagen haben einen Long-Range-Radarsensor verbaut, der permanent den Raum bis zu 250 Meter weit hinter dem Fahrzeug erfasst.

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Das System basiert auf einem Long-Range-Radarsensor der dritten Generation (LRR3) von Bosch, der an der Rückseite der Fahrzeuge von Corvette Racing verbaut ist.
Das System basiert auf einem Long-Range-Radarsensor der dritten Generation (LRR3) von Bosch, der an der Rückseite der Fahrzeuge von Corvette Racing verbaut ist.
( Foto: Bosch )

Die Geschwindigkeitsdifferenzen beim 24-Stunden-Langstreckenrennen in Le Mans sind enorm. Die LMP1-Prototypen bewältigen eine Runde auf der 13 Kilometer langen Strecke in rund 3,15 Minuten, die schnellsten GTE-Sportwagen benötigen rund 3:55 Minuten. Insbesondere in der Nacht sind Kollisionen zwischen den Spitzenfahrzeugen und den anderen Klassen vorprogrammiert. Um sie zu verhindern, setzt Bosch beim Corvette-Werksteam das Kollisionswarnsystem CAS-M ein.

Technologietransfer aus der Serie

Das System basiert auf einem Long-Range-Radarsensor der dritten Generation (LRR3), der am Heck des Fahrzeuges verbaut ist. Der beobachtet permanent den Raum bis zu 250 Meter weit hinter dem Fahrzeug und erfasst zeitgleich bis zu 32 Objekte sowie deren Abstand und Relativgeschwindigkeit zum eigenen Auto. Das System kombiniert diese Daten mit einer Videokamera und zeigt sie dem Fahrer auf einem Display im Cockpit an. Der Fahrer hat damit direkt im Blickfeld, wie viele Fahrzeuge sich hinter ihm befinden, wie schnell sie sich nähern und auf welcher Seite die schnelleren Prototypen sie überholen wollen.

Diese Technik stammt aus der Serie und gilt als erfolgreicher Technologietransfer in den Motorsport.

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