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Neue Mobilität Brennstoffzellenbus soll 2018 in Serie kommen

| Redakteur: Lisa Marie Waschbusch

Toyota stellt auf der Tokyo Motor Show einen mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellenbus vor. Die Serienversion soll bereits im Jahr 2018 folgen.

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Er bietet Platz für 68 Passagiere, soll bereits im Jahr 2018 in Serie kommen – und fährt rein elektrisch: der Brennstoffzellenbus Sora.
Er bietet Platz für 68 Passagiere, soll bereits im Jahr 2018 in Serie kommen – und fährt rein elektrisch: der Brennstoffzellenbus Sora.
(Bild: Toyota)

Auf der diesjährigen Tokyo Motor Show vom 25. Oktober bis 5. November präsentiert Toyota den Brennstoffzellenbus „Sora“. Die Serienversion soll bereits im Jahr 2018 folgen. Toyota plant zudem mehr als 100 Brennstoffzellenbusse im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio einzusetzen. Der wasserstoffbetriebene Bus ist laut Hersteller mit einem Brennstoffzellensystem ausgerüstet, das bereits in der Limousine „Mirai“ zum Einsatz kommt. Den erzeugten Strom speichert der Bus in einer Nickel-Metallhydrid-Batterie. Sie treibt zwei Elektromotoren an, die jeweils 113 kW leisten. In den Wasserstofftank passen rund 600 Liter. Außerdem verfügt der Bus über ein externes Notstrom-Aggregat, das bis zu 9 kW und 235 kWh bereitstellt.

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Automatischer Vorrang an Ampeln

Acht hochauflösende Kameras im und um das knapp 10,53 Meter lange Fahrzeug sollen Fußgänger und Fahrradfahrer erkennen und den Busfahrer akustisch und visuell vor einer möglichen Kollision warnen. Eine Beschleunigungskontrolle soll zudem ruckartige Bewegungen unterdrücken. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal: eine automatische Anfahrtskontrolle erkennt Leitlinien in der Fahrbahnoberfläche und stoppt den Bus an Haltestellen im richtigen Abstand und an der richtigen Position – für einen einfacheren barrierefreien Zugang mit Kinderwagen und Rollstühlen.

Außerdem verfügt der Bus über das von Toyota entwickelte Konnektivitätssystem „ITC Connect“. Es ermöglicht die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen untereinander und zwischen Fahrzeug und Infrastruktur. Es unterstützt auch Buskonvois und das sogenannte „Public Transportation Priority System“ (PTPS), das öffentlichen Verkehrsmitteln an Ampeln Vorrang einräumt.

In dem mit 22 Sitz- und 56 Stehplätzen ausgestatteten Bus sind erstmalig in Japan quer zur Fahrtrichtung angeordnete Sitze an Bord, die bei der Nichtbenutzung automatisch hochklappen und somit Platz für Kinderwagen oder Rollstühle bieten. Toyota zufolge leitet sich der Name „Sora“ von den natürlichen Elementen des Wasserkreislaufs ab: Sky, Ocean, River und Air.

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