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Neue Mobilität Clevershuttle gibt Geschäftsgebiete auf – Investor steigt beim Fahrdienst ein

| Autor / Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Mit Clevershuttle können Fahrgäste sich ein Shuttle teilen. Jetzt stellt das Unternehmen den Betrieb in drei deutschen Städten ein – zeitgleich investiert ein japanischer Konzern in das Berliner Start-up.

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Der Fahrdienst Clevershuttle hat seinen Betrieb in Hamburg, Stuttgart und Frankfurt eingestellt.
Der Fahrdienst Clevershuttle hat seinen Betrieb in Hamburg, Stuttgart und Frankfurt eingestellt.
(Bild: Clevershuttle)

Der japanische Mischkonzern Mitsui ist beim Berliner Fahrdienstleister Clevershuttle eingestiegen. „Das Unternehmen beteiligt sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung gemeinsam mit der Deutschen Bahn an der hinter Clevershuttle stehenden GHT Mobility GmbH“, teilte ein Sprecher am Mittwoch (16. Oktober) mit und bestätigte damit einen Bericht des „Handelsblatt“. Mitsui halte künftig etwa zwölf Prozent. Der Anteil der Deutschen Bahn, dem weiterhin größten Teilhaber an Clevershuttle, verringert sich damit von 80 auf 76 Prozent. Die Gründer des Start-ups halten fortan ebenfalls zwölf Prozent.

Über Clevershuttle und Mitsui

Clevershuttle bietet seit der Gründung im Jahr 2015 das sogenannte Ridesharing an, bei dem mehrere Fahrgäste mit ähnlichem Ziel auf der Strecke eingesammelt werden und sich die Fahrt teilen. Kunden nutzen den Service grundsätzlich mit einer App fürs Smartphone und entsprechender Registrierung. Die Fahrzeug-Flotte besteht aus Elektro- und Wasserstoffautos. Mitsui ist ein Verbund von Unternehmen, unter anderem aus den Bereichen Stahl, Energie, Telekommunikation oder Mobilität.

Clevershuttle mit Schwierigkeiten

Bislang war Clevershuttle in acht deutschen Städten aktiv. Anfang der Woche teilte das Unternehmen mit, den Dienst in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart beendet zu haben. Als Gründe wurden wirtschaftliche Probleme genannt sowie Schwierigkeiten mit Behörden in Stuttgart und Frankfurt.

Laut „Handelsblatt“ gab es Probleme mit dem Personenbeförderungsgesetz, der Dienst sei geduldet, nie aber genehmigt worden. Und dann ist da noch der hohe Konkurrenzkampf. Die Berliner werfen anderen Anbietern vor, mit „Dumpingpreisen“ unterwegs gewesen zu sein.

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