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IAA 2015 Continental präsentiert Vehicle-to-X Technologie

Redakteur: Jens Scheiner

Auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) zeigt der Automobilzulieferer Continental im Rahmen der New Mobility World unter anderem einen Linksabbiege-Assistenten auf Vehicle-to-X (V2X) -Basis.

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Linksabbiegeassistent auf Basis der Fahrzeug-zu-X Kommunikation (V2X).
Linksabbiegeassistent auf Basis der Fahrzeug-zu-X Kommunikation (V2X).
(Foto: Continental)

Hierbei soll der Fahrer vor einer drohenden Kollision durch ein verdecktes, entgegenkommendes Fahrzeug während des Abbiegevorgangs optisch und akustisch gewarnt werden. Ein Eingriff wird erst realisiert, wenn der Fahrer bei steigender Unfallwahrscheinlichkeit die Warnung nicht beachtet. Weitere Funktione sind beispielsweise das Elektronische Bremslicht und der Baustellen-Assistent. Wie der Zulieferer mitteilte soll das Elektronische Bremslicht ein vorrausschauendes Fahren ermöglichen, indem es darüber informiert, dass ein Fahrzeug weiter vorne im Verkehr bremst, auch wenn dieses noch nicht zu sehen ist. Nähert sich ein Fahrzeug einer Baustelle, informiert der Baustellen-Assistent über deren Lage und Länge und gibt außerdem eine Empfehlung, welche Spur der Fahrer für einen optimalen Verkehrsfluss nutzen sollte.

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„Unser Ziel ist es, die Anzahl an Unfällen signifikant zu verringern oder gänzlich zu vermeiden. Mit V2X ist es möglich, quasi nicht nur ‚um die Ecke‘ zu sehen, sondern auch Gefahren frühzeitig zu erkennen, bevor sie optisch überhaupt wahrnehmbar sind. Durch entsprechende Warnung, über eine kooperative Assistenz, bis hin zum Fahrzeugeingriff sollen diese Gefahren eliminiert werden bevor sie der Fahrer bemerkt oder Sensoren sie detektieren“, erklärte Dr. Bernhard Klumpp, Leiter des Geschäftsbereichs Passive Sicherheit & Sensorik, bei Continental. „Durch unsere langjährige Erfahrung und Expertise auf diesem Gebiet bieten wir einen flexiblen Systemansatz zur Realisierung von kooperativer Sicherheit mit Hilfe der V2X Technologie.“

Zusammenspiel verschiedener Systeme

Ein weiteres Highlight ist die „V2X OneBox“, bestehend aus allen für V2X Kommunikation notwendigen Komponenten, die sich nach Angaben des Zulieferers in die bestehende Fahrzeugarchitektur integrieren lässt. Eine wichtige Voraussetzung für V2X ist die Bestimmung der möglichst exakten Fahrzeugposition in Verbindung mit einer präzisen Zeitbasis. Der Motion Information to X Provider (M2XPro) ist ein intelligenter Lokalisierungssensor, der eine genaue Eigenposition des Fahrzeuges durch die Fusion von GNSS (Globales Navigationssatellitensystem) Informationen mit den im Fahrzeug vorhandenen Fahrdynamiksensoren (Lenkwinkel-, Inertial- und Raddrehzahlsensorik) berechnet soll. Ein Integritätsmaß liefert dabei Statusinformationen über den Systemzustand und die Datenqualität. Die Kommunikation zwischen den Verkehrsteilnehmern erfolgt über Kurzstreckenfunk mit einer Reichweite von 300 – 500 Metern basierend auf dem ITS-G5-Standard (in Nordamerika Dedicated Short Range Communication IEEE 802.11p, in Europa ETSI ITS-G5). Somit wird ein Austausch von sicherheitsrelevanten Informationen wie der Fahrzeugposition, -dynamik und Bremsbetätigung mit in der Nähe befindlichen Fahrzeugen und der Infrastruktur ermöglicht.

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