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Abgasnachbehandlung

Continental zeigt neue Katalysatortechnik

| Redakteur: Sven Prawitz

Der Automobilzulieferer Continental zeigt auf dem Aachener Kolloquium neue Komponenten zur Abgasnachbehandlung. Beheizbare Katalysatoren sollen sowohl die Stickoxid- als auch die Kohlendioxidemission reduzieren.

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Fahrzeug mit Dieselmotor und Abgasmesstechnik: Continental möchte NOx-Werte von unter 35 mg/km im realen Fahrbetrieb bei gleichzeitiger Reduzierung des CO2-Ausstoßes um bis 10 g/km erzielen.
Fahrzeug mit Dieselmotor und Abgasmesstechnik: Continental möchte NOx-Werte von unter 35 mg/km im realen Fahrbetrieb bei gleichzeitiger Reduzierung des CO2-Ausstoßes um bis 10 g/km erzielen.
( Bild: Marcus Prell/Continental )

Continental zeigt auf dem 27. Aachener Kolloquium (8.10. bis 10.10.), wie sich mit einer 48-Volt-Hybridisierung Stickoxide (NOx) beim Diesel und beim Ottomotor senken lassen sollen. Dazu kombiniert der Zulieferer Komponenten im Motor und elektrisch gestützte Funktionen in der Abgasnachbehandlung in einem Versuchsfahrzeug. Das „Super Clean Electrified Diesel“-Fahrzeug in der zweiten Generation nutzt hierbei die zusätzliche elektrische Energie, die im 48-V-Hybrid zur Verfügung steht.

Unter realen Fahrbedingungen habe der Versuchsträger im gesamten Fahrzyklus – einschließlich Kaltstart – stets unter 35 mg NOx je km emittiert, so der Zulieferer. „Der Diesel hält als 48-Volt-Hybrid unter realen Fahrbedingungen sogar die aktuell diskutierten NOx-Emissionen der nächsten, noch strengeren Norm ein“, wird Wolfgang Breuer, Leiter Business Unit Engine Systems, Division Powertrain, in einer Pressemitteilung zitiert.

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Beheizte Katalysatortechnik

Continental hält eine Kombination aus zwei SCR-Katalysatoren und einem elektrischen Heizkatalysator für eine wirtschaftlich darstellbare Lösung, um Anforderungen über die kommende Norm Euro 6d hinaus zu erfüllen. Mit dem elektrischen Heizkatalysator könne die Motorsteuerung schneller einen konsequent CO2-sparenden Betrieb einregeln. Und der Ladezustand der 48-Volt-Batterie werde so geregelt, dass dort am Ende der Fahrt so viel elektrische Energie gespeichert ist wie zu Anfang. Unter realen Fahrbedingungen sollen so bis zu zehn Gramm CO2 je Kilometer weniger emittiert werden.

Um auch bei Benzinern die Abgastemperatur hoch zu halten hat Continental einen Katalysator mit zwei integrierten elektrischen Heizscheiben entwickelt. „Durch die Platzierung dieser beiden Heizscheiben erreicht der komplette Katalysator in wenigen Sekunden die nötige Temperatur für eine wirksame Konvertierung“, so Thomas Knorr, Gruppenleiter Technology & Innovation der Division Powertrain. Mit dieser Technik soll die Einhaltung strenger Schadstoffgrenzwerte für den Ottomotor unterstützt werden.

Außerdem soll die Heizung helfen, die Partikelfilter zu regenerieren – sprich durch große Hitze die Katalysatoroberfläche von Ruß zu befreien. „Wir können die beiden Heizscheiben im Katalysator so regeln, dass wir mit der zweiten Heizscheibe die Temperatur für die Regeneration des nachfolgenden Benzinpartikelfilter auch rein elektrisch erzeugen können“, sagt Knorr.

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