Brennstoffzellen-Lkw Daimler Truck und Shell bauen Wasserstoff-Infrastruktur aus

Redakteur: Thomas Günnel

Daimler Truck testet aktuell seinen Brennstoffzellen-Lkw Gen H2, bald sollen erste Kunden damit fahren. Damit diese eine Tankstelle finden, arbeitet der Lkw-Hersteller mit Shell zusammen.

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Daimler Truck und Shell wollen bis 2030 das Netz an Wasserstofftankstellen für schwere Lkw massiv ausbauen.
Daimler Truck und Shell wollen bis 2030 das Netz an Wasserstofftankstellen für schwere Lkw massiv ausbauen.
(Bild: Daimler Truck)

Bis zum Jahr 2030 sollen 150 Wasserstoff-Tankstellen stehen: Das ist das Ziel von Shell und Daimler Truck. Shell will dafür ein Wasserstoff-Tankstellennetzwerk für grünen Wasserstoff zwischen drei Produktionsstandorten errichten: Rotterdam in den Niederlanden, Köln und Hamburg.

Ab 2024 will das Energieunternehmen zwischen den Standorten die Tankstellen für schwere Lkw betreiben. Daimler Truck will dann im Jahr 2025 die ersten schweren Wasserstoff-Lkw an Kunden übergeben. Ab 2030 sollen in dem ausgebauten Korridor rund 5.000 schwere Brennstoffzellen-Lkw in Betrieb gehen; schon ab dem Jahr 2025 soll der Korridor 1.200 Kilometer lang sein.

Das zweite Ziel ist ein offener Betankungsstandard für Wasserstoff. Das heißt: eine Definition der Schnittstelle und des Zusammenspiels zwischen Lkw und Tankstelle. Weitere potenzielle Partner sind dabei gerne gesehen.

Die Zusammenarbeit soll auch das Hin-und-Her auflösen, ob zuerst die Fahrzeuge oder die Infrastruktur auf dem Markt sein müssen: „Unsere Zusammenarbeit als zwei große Branchenvertreter liefert die Antwort: Beides muss Hand in Hand gehen“, sagt Martin Daum, Chef von Daimler Truck. “ Beide Unternehmen sind Gründungsmitglieder des kürzlich ins Leben gerufenen Konsortiums „H2 Accelerate“. Die beteiligten Unternehmen – Daimler Truck, Iveco, OMV, Shell und die Volvo Group – wollen wasserstoffbasierte Lkw fördern.

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