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Leichtbau im Bordnetz „Das leichte Bordnetz ermöglicht neue Funktionen“

| Redakteur: Christian Otto

Udo Hornfeck, Vice President Global R&D der Leoni Bordnetz-Systeme GmbH, spricht im Interview über das Leichtbaupotenzial im Bordnetz.

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Udo Hornfeck ist Vice President Global R&D bei der Leoni Bordnetz-Systeme GmbH.
Udo Hornfeck ist Vice President Global R&D bei der Leoni Bordnetz-Systeme GmbH.
(Foto: Leoni)

Sowohl als auch. Wir diskutieren mit unseren Kunden intensiv aktuelle Anforderungen und künftige Erwartungen. Dabei spielt das Thema Leichtbau immer eine sehr wichtige Rolle, neben weiteren Herausforderungen wie beispielsweise einem vernünftigen Kostenniveau und einer optimalen Nutzung des eingeschränkten Bauraums. Viele Impulse kommen aber auch aus internen Aktivitäten. Im Rahmen unseres Innovationsmanagements betreiben wir Trendscouting und leiten daraus Produkt- und Prozessideen ab. Bei der täglichen Arbeit am Produkt hinterfragen wir darüber hinaus permanent, welche Verbesserungen wir vornehmen können.

Stichwort Leichtbau: Zunehmend kommt in den Bordnetzen Aluminium neben oder als Ersatz für Kupfer zum Einsatz. Welche Vor- und Nachteile bringt das?

Der Werkstoff ist um circa 70 Prozent leichter und zudem auch günstiger als Kupfer. Dagegen ist aber die elektrische Leitfähigkeit signifikant schlechter, weshalb bei gleicher Leistungsfähigkeit ein größerer Querschnitt erforderlich ist. Ein weiterer Nachteil ist die geringere mechanische Stabilität, besonders in Bezug auf die Zug- und Biegewechselfestigkeit. Zudem erfordern Kontaktflächen zwischen Aluminium und Kupfer neue Lösungen wie etwa das Ultraschallschweißen.