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Schwungrad aus Kohlefaser
Das Prinzip des Schwungradspeichers ist nicht neu: Achterbahnen erhalten so zum Beispiel ihre Energie. Zudem wurde die Technik von Volvo bereits in den siebziger Jahren in einem Volvo 260 als Antriebsunterstützung getestet. Bei dem nun entwickelten System handelt es sich allerdings um den ersten Schwungradspeicher an der Hinterachse in einem frontgetriebenen Fahrzeug. Doch noch wichtiger ist eine andere Eigenschaft: Während viele Hersteller in der Vergangenheit Schwungräder aus Stahl testeten, die sich als zu schwer erwiesen und über eine begrenzte Rotationskapazität verfügten, setzt Volvo auf ein leichtes Schwungrad aus Kohlefaser. Das Bauteil wiegt nur sechs Kilogramm und hat einen Durchmesser von 20 Zentimetern.
25 Prozent geringerer Verbrauch
Die umfangreichen Tests der neuen Spritspartechnik führte Volvo mit einer modifizierten Limousine des Typs S60 T5 durch. Dabei gelang es nicht nur, den Verbrauch des Turbo-Vierzylinders gegenüber einem leistungsmäßig vergleichbaren Sechszylinder um bis zu 25 Prozent zu senken: Durch die kurzzeitige Bereitstellung von 80 zusätzlichen PS verbesserten sich auch die Fahrleistungen. So beschleunigte der mit KERS ausgerüstete Volvo S60 T5 in nur 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ohne den Schwungradspeicher benötigt die Sportlimousine dafür knapp sieben Sekunden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Praxistests will der schwedische Hersteller jetzt prüfen, inwieweit die neue Technik in künftige Modelle Einzug finden kann.
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