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Interview mit Dr. Tomas Hannebäck, Volvo Car Group

Welches sind die wichtigsten Vorteile des neuen KERS-Schwungrades?
Die neue Schwungradtechnik bietet ein Potenzial zur Verbrauchsreduzierung von bis zu 25 Prozent und nutzt zudem die zurückgewonnene Energie dazu, die Beschleunigungswerte zu verbessern. Entscheidend ist aber, dass es sich dabei um eine äußerst kosteneffiziente Technik handelt: Die Kosten pro eingespartem Gramm CO2 sind erheblich geringer als bei vielen anderen Spritspartechniken.
Welche Schwierigkeiten mussten Sie bei der Entwicklung des Schwungrades überwinden?
Die größten Herausforderungen bestanden darin, die Steuerung des stufenlosen Getriebes zu entwickeln und abzustimmen sowie das CVT-Getriebe zusammen mit dem Schwungrad und den Kupplungen zu kalibrieren.
Wurde das Schwungrad ausschließlich für konventionelle Antriebe entwickelt, oder wäre auch ein Einsatz in Hybridfahrzeugen denkbar?
Das mechanische Schwungradsystem ist auf konventionelle Antriebsstränge ausgelegt. Der ausschlaggebende Grund für ein mechanisches System sind die Kosten, und dieser Vorteil ginge verloren, wenn man ein mechanisches System mit einem Hybridsystem kombiniert. Es ist außerdem schwierig, beide Systeme – Schwungrad und Hybridtechnik – in einem Fahrzeug unterzubringen: Es gibt schlicht nicht genügend Platz.
Welche Pläne hat Volvo mit dem KERS-Schwungrad?
Wir sind gerade dabei, dieses erste Forschungsprojekt abzuschließen. Der nächste Schritt ist es, nach Möglichkeiten zu suchen, die Technik in größerem Umfang in künftigen Modellen einzuführen. Ob dies möglich ist, und wenn ja, wann – darüber können wir heute noch nichts Konkretes sagen.
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