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Konnektivität

Der Kampf um die Sprache

| Autor/ Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Sven Prawitz

Dem vernetzten Auto droht Sprachwirrwarr. Bisher konnte sich die Branche nicht auf eine einheitliche Technologie einigen: Der Kampf um den Kommunikations-Standard der Zukunft läuft.

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Die V2X-Kommunikation wird künftig eine wichtige Rolle für die Verkehrssicherheit spielen. Bzgl. Standard herrscht allerdings noch Uneinigkeit in der Branche.
Die V2X-Kommunikation wird künftig eine wichtige Rolle für die Verkehrssicherheit spielen. Bzgl. Standard herrscht allerdings noch Uneinigkeit in der Branche.
( Bild: Continental )

Wenn Autos in Zukunft mit ihrer Umwelt kommunizieren – welche Sprache sollen sie dann sprechen? Diese Frage ist genauso offen wie umstritten. Qualcomms Technik-Chef Matthew Grob forderte jüngst die Politik auf, klare Regeln zu schaffen. Die Antwort will nun ein Konsortium aus IT- und Autoindustrie geben. Ein Branchenschwergewicht jedoch präferiert eine andere Lösung.

Continental, Ericsson, Nissan, NTT DoCoMo, Oki und Qualcomm haben nun angekündigt, den sogenannte C-V2X-Standard in einem Feldversuch in Japan zu testen. Der „Cellular Vehicle-to-everything“ auf Basis des LTE-Mobilfunknetzes soll darüber hinaus auch von Ford, AT&T und Nokia in den USA auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft werden. Der Einsatz in Serienfahrzeugen könnte 2020 starten.

Kein globaler Standard

Bislang gibt es keinen weltweit einheitlichen Standard für die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Infrastruktur. Der jedoch ist nötig, damit nicht nur Autos einer Marke sich über Gefahren und Staus verständigen können, sondern der Datenaustausch in der gesamten Pkw-Flotte funktioniert.

Wichtigster Konkurrenz-Standard zu V2X ist pWLAN (public WLAN), auf den vor allem der Volkswagen-Konzern setzt. Die Wolfsburger wollen ihre Fahrzeuge ab 2019 serienmäßig mit der Technik ausrüsten. Dr. Ulrich Eichhorn, Leiter der Konzernforschung und -entwicklung, erklärte kürzlich in einer VW-Pressemitteilung: „Es sind nun alle Rahmenbedingungen für die zeitnahe Einführung dieser Technologie vorhanden.“ Nachteil des pWLAN-Standards: Eine Infrastruktur müsste erst errichtet werden, während V2X auf das bereits gut ausgebaute LTE-Netz zugreifen könnte.

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