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Die neue 911er Leichtbau-Karosserie

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Mehr hoch- und höherfeste Stähle

Der Anteil der hoch- und höherfesten Stähle stieg im Vergleich zum Vorgänger weiter. Mikrolegierte höherfeste Stähle tragen zu 18 Prozent und Mehrphasenstähle zu 7 Prozent zum Gewicht des Karosserie-Rohbaus bei.

Coupé und Cabriolet werden beim 911er traditionell parallel entwickelt. Das Ziel dabei ist, möglichst hohe Gleichteilumfänge zwischen diesen Varianten zu gewinnen, ohne dass sich Nachteile für die Cabrio-spezifische Rohbau-Performance ergeben.
Coupé und Cabriolet werden beim 911er traditionell parallel entwickelt. Das Ziel dabei ist, möglichst hohe Gleichteilumfänge zwischen diesen Varianten zu gewinnen, ohne dass sich Nachteile für die Cabrio-spezifische Rohbau-Performance ergeben.
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Beim Cabriolet liegen die entsprechenden Werte bei 19 Prozent für die höherfesten Stähle und 6 Prozent für die Mehrphasenstähle. In die Gewichtsbetrachtung können weiterhin drei Montageteile aus Magnesiumdruckguss aufgenommen werden, auch wenn sie nach Definition nicht Bestandteil des Karosserie-Rohbaus sind: der Tragrahmen der Instrumententafel, die Trägerstruktur der Mittelkonsole sowie die Trägerstruktur der Rücksitzanlage.

Möglichst große Gleichteilumfänge

Seit mehreren Fahrzeuggenerationen werden in der Baureihe Carrera traditionell die Cabriolet-Varianten mit den Coupé-Varianten parallel entwickelt. Ziel ist dabei, möglichst große Gleichteilumfänge zwischen diesen Varianten zu gewinnen, ohne dass sich das nachteilig auf die Cabrio-spezifische Rohbau-Performance auswirkt. Im Variantenvergleich Coupé/Cabriolet bestand dadurch eine weitreichende Gewichtsgleichheit im Rohbau. Das ist nicht üblich – im Wettbewerb sind häufig teilweise nennenswert schwerere Cabriolet-Versionen auf dem Markt. Dies ist in der Regel die Folge zusätzlicher Strukturverstärkungsmaßnahmen zu der parallel gefertigten Coupé-Version. Beim neuen 911 Carrera ist es sogar gelungen, die Rohbaustruktur der Cabriolet-Variante bei verbesserter Performance etwas leichter als die Coupé-Variante auszuführen.

Bezogen auf die gesamte Rohbaustruktur greift das Cabriolet auf 80 Prozent Gleichteile mit dem Coupé zurück. Die für hohe Karosseriesteifigkeit und Seitencrashperformance gezielt veränderte Schwellergestaltung einer offenen Karosserievariante wird beim neuen offenen 911 Carrera ausschließlich über die Seitenwandbaugruppe dargestellt. Dazu ist beim Cabrio eine Schwellerverstärkung aus ultrahochfestem Werkstoff (22MnB5) eingesetzt, mit höherer Wandstärke als bei der Coupé-Variante.

Weniger Gewicht – mehr Dynamik

Wesentlich für die Performance eines Sportwagens sind die dynamischen und statischen Karosseriesteifigkeiten. Deren Werte konnten beim neuen 911 Carrera im Vergleich zum Vorgänger nochmals übertroffen werden. Für das Fahrerlebnis am wichtigsten ist dabei der sogenannte Messzustand Trimmed Body, der die wesentlichen Massen, wie Motor und Aggregate sowie deren Verteilungen im Gesamtfahrzeug, umfasst. In diesem Messzustand stieg die dynamische Torsionssteifigkeit des neuen Coupés beispielsweise um rund 25 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell – beim Cabriolet um 18 Prozent.

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