CO2-Flottengrenzwert Autohersteller müssen Elektroanteil stark anheben

Von Holger Holzer/SP-X 1 min Lesedauer

Einige Autohersteller müssen im kommenden Jahr mehr als jeden dritten Neuwagen mit E-Antrieb verkaufen – sonst drohen hohe Strafen. Damit könnten die Preise für E-Autos deutlich sinken.

Der gesamte VW-Konzern muss im Jahr 2025 in Europa deutlich mehr E-Autos verkaufen. Zum Beispiel den elektrischen Audi Q6.(Bild:  Audi)
Der gesamte VW-Konzern muss im Jahr 2025 in Europa deutlich mehr E-Autos verkaufen. Zum Beispiel den elektrischen Audi Q6.
(Bild: Audi)

Angesichts der lahmenden E-Auto-Zulassungen werden die CO2-Flottenziele für die Autohersteller ab dem Jahr 2025 zu einer ernsthaften Hürde. Derzeit dürften einer Analyse der Unternehmensberatung Dataforce zufolge zwar alle Konzerne und Gruppe ihre jeweiligen EU-Limits teils deutlich unterbieten, von neuen Werten ab 2025 sind fast alle weit entfernt. 

Lediglich Tesla, Geely (Volvo, Polestar) und SAIC (u. a. MG Motor) würden mit dem Verkaufsmix der ersten sechs Monate auch im kommenden Jahr ohne Strafzahlungen auskommen. Bei BMW und Toyota sei die Lücke relativ gering und sei deshalb realistisch erfüllbar, prognostizieren die Analysten. Besonders schwer hätten Ford und Volkswagen. Beide Konzerne leiden dabei vor allem unter dem Wegfall des Gewichts-Bonus, der Hersteller mit besonders schweren Fahrzeugen konkurrenzfähig halten sollte.

Toyota braucht 23 Prozent Elektro-Anteil – andere OEMs über 37 Prozent

Nach Dataforce-Berechnungen benötigen Hersteller ohne Vollhybridmodelle im Programm im kommenden Jahr einen E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Anteil von mindestens 37 Prozent, um die Vorgaben einzuhalten. Bei Marken mit einem Vollhybridanteil von mindestens 55 Prozent – wie bspw. bei Toyota – reicht eine E-Auto-Quote von 23 Prozent. Allerdings liegen die Japaner beim E-Autoabsatz bislang klar hinter der Konkurrenz zurück. 

Die Marktbeobachter aus Frankfurt erwarten vor dem Hintergrund der strengeren Grenzwerte deutlich andere Autopreise – E-Autos dürften günstiger, reine Verbrenner teurer werden. Außerdem rechnen die Experten mit einer Renaissance des CO2-Poolings, bei dem sich Hersteller mit emissionsstarken Modellen mit reinen E-Auto-Anbietern zusammen veranlagen lassen.

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