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Vernetzung Entwicklungsplattform für automatisiertes Fahren

| Redakteur: Thomas Günnel

Elektrobit, Infineon Technologies und Nvidia stellen im Umfeld der IAA 2015 eine einzigartige gemeinsame Entwicklungsplattform für automatisiertes Fahren vor.

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Elektrobit, Infineon Technologies und Nvidia stellen im Umfeld der IAA 2015 eine gemeinsame Entwicklungsplattform für automatisiertes Fahren vor.
Elektrobit, Infineon Technologies und Nvidia stellen im Umfeld der IAA 2015 eine gemeinsame Entwicklungsplattform für automatisiertes Fahren vor.
(Bild: Elektrobit)

Das System der drei Unternehmen stellt genug Rechenleistung zur Verfügung, um die hohe Komplexität des automatisierten Fahrens zu meistern. Fahrerassistenzsysteme, die auf Basis der Plattform entwickelt werden, können die Fahrzeugumgebung nicht nur erfassen, sondern auch interpretieren. Diese Informationen geben sie dann an den Fahrer, andere kritische Systeme innerhalb des Fahrzeugs, weitere Fahrzeuge in der Nähe oder an die Cloud weiter. Das System besteht aus der „Nvidia Drive PX Self-Driving-Car Computer-Plattform“, auf der Elektrobits Autosar-4-kompatible „Tresos Software Suite“ integriert wurde. Diese läuft auf zwei Nvidia-Tegra-Prozessoren und einem Aurix 32-Bit-TriCore-Microcontroller von Infineon. Der Aurix Microcontroller ermöglicht Echtzeitverarbeitung und erweiterte Safety- und Security-Funktionen, die auf die Anwendung in Fahrerassistenzsystemen abgestimmt sind.

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Linux- und Autosar-Anwendungen integriert

Die mit der Nvidia Drive PX-Plattform entwickelten Systeme können unterschiedliche HD-Kamera- und Sensordaten aufnehmen und verarbeiten. Zudem eignet sich die Plattform für fortgeschrittene Grafikanwendungen, Bilderkennung und –verarbeitung sowie maschinelles Lernen. Tresos integriert laut Elektrobit nahtlos Linux- und Autosar-Anwendungen, zudem lassen sich Nvidia-Drive-PX-spezifische Basisfunktionen für Monitoring und Redundancy-Management einbinden. Die Software ermöglicht die Cross-Kommunikation über mehrere CPUs mit einer sicheren und verlässlichen Ausführungsumgebung und unterstützt den höchsten Sicherheitslevel D (Automotive Safety Integrity Level, ASIL D). „Autonomes Fahren erfordert hohe und energieeffiziente Rechenressourcen sowie höchste Sicherheitsstandards und Zuverlässigkeit“, sagt Sahin Kirtavit, Senior Director Automotive Ecosystem bei Nvidia. „Mit dieser Lösung bringen wir die Power des Supercomputings ins Fahrzeug.“

Schnell wachsendes Geschäftsfeld

Fahrerassistenz zählt zu den am schnellsten wachsenden Geschäftsfeldern in der Automobilelektronik. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Strategy Analytics werden im Jahr 2030 bis zu 20 Prozent der Fahrzeuge über Assistenzsysteme für hochautomatisiertes Fahren verfügen. Elektrobits Softwareplattform für Nvidia Drive PX ist ab sofort erhältlich. „Auf der Basis unserer Autosar-Software haben wir jetzt ein Architekturpaket entwickelt, mit dem Autohersteller und -zulieferer modernste Fahrerassistenzfunktionen umsetzen können“, sagt Björn Giesler, Senior Director Driver Assistance bei Elektrobit. „Ein typischer Anwendungsfall für eine solche Plattform ist etwa das automatisierte Parken. Hier müssen enorme Datenmengen verarbeitet werden und das geht nur mit viel Rechenleistung. Mit unserer integrierten Hardware-Software-Lösung können Automobilhersteller kostengünstig komplexe Fahrerassistenzfeatures entwickeln.“

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