Der Chipmangel und die Folgen „Es wird erst schlimmer, bevor es besser wird“

Autor: Svenja Gelowicz

Eine Million Fahrzeuge stehen mittlerweile im Feuer wegen des Chipmangels – und das nur im ersten Quartal. Warum die Chiphersteller dennoch vorsichtig mit ihren Kapazitäten planen.

Der taiwanesische Auftragsfertiger TSMC fertigt die gefragte Mikroelektronik – und ist ein bedeutender Flaschenhals.
Der taiwanesische Auftragsfertiger TSMC fertigt die gefragte Mikroelektronik – und ist ein bedeutender Flaschenhals.
(Bild: TSMC)

Der Chipengpass bei Mikrocontrollern (MCUs) könnte Ende März seinen Tiefpunkt erreichen. Das geht aus einem Bericht der Analysten von IHS Markit hervor. Sie prognostizieren, dass sich das Angebot für die MCU-Chips im April verbessern, allerdings immer noch unter der Nachfrage der Autobauer liegen wird. Erst im dritten Quartal könnten genügend Mikrocontroller für die dann aktuelle Nachfrage vorhanden sein – allerdings immer noch nicht genügend, um die Lücken aus der ersten Jahreshälfte zu schließen.

Die schiere Dimension der Halbleiterknappheit und die Komplexität erfordern ein Überdenken der Lieferketten durch Industrie und Politik.

Von den Engpässen werden alle Autobauer betroffen sein, heißt es weiter. Bislang sind BMW und Toyota ohne größere Störungen durch den Mangel von elektronischen Bauteilen gekommen. Renault sagte am Freitag (19. Februar), dass der Engpass für das Jahr ein Minus von 100.000 Autos für das Unternehmen bedeute.

Über den Autor

 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Redakteurin im Ressort Management