Abgasnorm Euro 7: Wie geht es weiter?

Autor / Redakteur: Hartmut Hammer / Thomas Günnel

Im Oktober 2020 überraschte die EU-Kommission mit dem Entwurf einer Euro-7-Emissionsnorm. Der hatte es in sich. Inzwischen dient das Papier als Diskussionsgrundlage. Eine Einordnung.

Der Vorschlag der EU-Kommission zur Euro-7-Norm hat hohe Wellen geschlagen. Inzwischen ist das Papier eine Diskussionsgrundlage.
Der Vorschlag der EU-Kommission zur Euro-7-Norm hat hohe Wellen geschlagen. Inzwischen ist das Papier eine Diskussionsgrundlage.
(Bild: Daimler)

Die Mitglieder der Advisory Group on Vehicle Emission Standards (AGVES) bekamen auf ihrer Oktober-Sitzung von der EU-Kommision schwere Kost serviert: im Form eines sehr scharfen Euro-7-Entwurfs. Dies löste bei etlichen Teilnehmern und später in der Öffentlichkeit Staunen bis Entrüstung aus. Da war von „Kriegserklärung gegen den Diesel“ und „schmutzigen Tricks“ die Rede. Der Begriff „De-facto-Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2025“ machte die Runde. Ein Skandal?

Zunächst ist es Tradition, dass die Automobilbranche gerne über gesetzliche Vorgaben lamentiert, siehe 1984 beim Katalysator, Anfang der 2000er Jahre bei den Diesel-Partikelfiltern und bei bisherigen EU-Abgasnormen. Außerdem hört man von Insidern, dass sich die Automobilverbände bei der Ausgestaltung der Euro-7-Norm bisher kaum aktiv beteiligt haben und vom EU-Vorschlag etwas überrascht wurden.

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 Hartmut Hammer

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Journalist