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Automatisiertes Fahren FCA investiert in Teststrecke für autonomes Fahren

| Redakteur: Christian Otto

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) möchte künftig mit den eigenen Fahrzeugen die verschiedenen Autonomiestufen beherrschen. Dafür rüstet der OEM ein Testgelände in den USA auf.

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FCA arbeitet unter anderem schon mit Waymo am automatisierten Fahren. Nun baut das Unternehmen ein Testgelände in den USA für die eigene Entwicklung aus.
FCA arbeitet unter anderem schon mit Waymo am automatisierten Fahren. Nun baut das Unternehmen ein Testgelände in den USA für die eigene Entwicklung aus.
(Bild: Waymo)

FCA US investiert umgerechnet 26 Millionen Euro auf ihrem Testgelände in Chelsea im Südosten von Michigan. Dort soll laut dem Hersteller die weitere Entwicklung und Erprobung von automatisierten Fahrzeugen und Sicherheitstechnologien vorangetrieben werden. Die vollkommen neue Anlage, die in Kürze mit der Programm-Erprobung beginnt, verfügt demnach über eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, einen 14 Hektar großen Testbereich für Sicherheitsfunktionen und eine High-Tech-Kommandostelle.

Die Anlage soll Tests für die verschiedenen Automatisierungsstufen ermöglichen und außerdem die Evaluierung von FCA-Fahrzeugen unter Verwendung von externen Testprotokollen wie denen vom Insurance Institute for Highway Safety (IIHS), dem US New Car Assessment Program (NCAP), dem European New Car Assessment Program (EuroNCAP) und dazu Simulationen für automatische elektronische Bremstests.

Hochgeschwindigkeitsstrecke für automatisierte Fahrzeuge

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke für automatisierte Fahrzeuge ermöglicht laut FCA die Entwicklung von Systemen in einer Vielzahl von anspruchsvollen Umgebungen wie Hindernisse, Tunnel, unterschiedliche Straßenbeleuchtungsbedingungen und Autobahn-Ein- und Ausfahrten. Auf über 600 Quadratmetern beherbergt die Steuerungszentrale unter anderem Computerausrüstung für die GPS-Funktion und die Kommunikation mit den Testfahrzeugen. In der neuen Testanlage soll zudem die Erprobung erweiterter Durchläufe von automatischen Notbremsungen und automatischer Einparktechnik erfolgen.

Das vor dem Ausbau stehende Testgelände in Chelsea öffnete bereits im Jahr 1954. Nach zahlreichen Erweiterungen umfasst es eine Fläche von etwa 1.600 Hektar, insgesamt 160 Kilometer Straße sowie Nachbildungen des legendären Rubicon Trails und anderer anspruchsvoller Geländestrecken. Vor Ort arbeiten rund 900 Mitarbeiter. Das Testareal ist nach Unternehmensangaben an 365 Tagen im Jahr ganztägig in Betrieb.

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