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Fahrzeugsitze Fehrer schließt Standort Markranstädt

| Redakteur: Michael Ziegler

Der international tätige Automobilzulieferer Fehrer legt Anfang des Jahres 2014 seinen gesamten Produktionsstandort in Markranstädt bei Leipzig still. Dies teilte die Unternehmensleitung der Belegschaft heute (4. April) in einer Mitarbeiterversammlung am Standort mit. Hintergrund sei der Wegzug des Hauptabnehmers aus Leipzig.

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Der Automobilzulieferer Fehrer legt Anfang des Jahres 2014 seinen gesamten Produktionsstandort in Markranstädt bei Leipzig still. Betroffen ist die Produktion von Schaumpolstern für Fahrzeugsitze mit rund 120 Mitarbeitern.
Der Automobilzulieferer Fehrer legt Anfang des Jahres 2014 seinen gesamten Produktionsstandort in Markranstädt bei Leipzig still. Betroffen ist die Produktion von Schaumpolstern für Fahrzeugsitze mit rund 120 Mitarbeitern.
(Foto: Fehrer)

„Mit der Abwanderung unseres Hauptabnehmers am Standort Leipzig nach Tschechien fehlen uns ab Ende 2013 die Aufträge, um das Werk auch nur annähernd auszulasten“, sagte die Geschäftsleitung. „Da die Automobilhersteller derzeit insgesamt in Deutschland massiv Produktionskapazitäten abbauen und ins Ausland verlagern, sind für Leipzig auch keine Folgeaufträge in Sicht.“ Die verbleibenden Produktionsumfänge werden an andere Standorte im In- und Ausland verteilt.

Betroffen ist die Produktion von Schaumpolstern für Fahrzeugsitze mit rund 120 Mitarbeitern. Der Stellenabbau soll so sozialverträglich wie möglich vorgenommen werden. Über die Höhe der Abfindungen und die mögliche Einrichtung einer Transfergesellschaft wird nun mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt.

Die bereits beschlossene Verlagerung der Produktion von Hartschaumteilen für Fahrzeuginnenräume aus Leipzig an den Standort Großlangheim ist unterdessen fast abgeschlossen. Dort sollen künftig die Hartschaumkapazitäten von Fehrer gebündelt werden. Mit den betroffenen rund 50 Mitarbeitern war ein Sozialplan vereinbart worden. Durch das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge und Eigenkündigungen konnte die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen auf 23 gesenkt werden.

Konzentration der Produktionsstandorte

Während die Umsätze der ausländischen Fehrer-Standorte derzeit steigen, geht die Auslastung der inländischen Werke kontinuierlich zurück. Vor dem Hintergrund dieser Marktentwicklung hat Fehrer angekündigt, seine Produktionsstandorte in Deutschland insgesamt zu konzentrieren. „Unser Ziel ist es, im Jahr 2014 in Deutschland nicht an vier mäßig bis schlecht ausgelasteten Standorten Schaumteile zu produzieren, sondern in zwei gut ausgelasteten Werken“, so die Geschäftsleitung. „Nur so können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunft der gesamten Gruppe sichern.“

Bereits vorige Woche hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass auch die Produktion am Stammsitz in Kitzingen bis zum Ende 2014 eingestellt wird . Davon sind rund 400 Produktionsmitarbeiter betroffen.

Die weiteren deutschen Fehrer-Schäumwerke in Braunschweig und Wackersdorf werden durch die Verlagerung der Fertigungsumfänge aus den Standorten Kitzingen und Leipzig in den kommenden Jahren voll ausgelastet. Weitere Werke der Fehrer-Gruppe befinden sich in Deutschland in Großlangheim und Wiesentheid. Dort sind zurzeit keine Standort-Maßnahmen geplant.

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