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Sicherheit Fehrer stellt neuartigen Seatbelt-Reminder vor

| Redakteur: Michael Ziegler

Der Fahrzeuginterieur-Spezialist Fehrer hat ein neuartiges Seatbelt-Reminder-System entwickelt. Das direkt in den Sitzschaum integrierte System soll sich nicht nur einfacher und kostengünstiger verbauen – es arbeitet laut Fehrer auch deutlich betriebssicherer.

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Der neue Fehrer Seatbelt-Reminder ist auf der Unterseite („B-Seite“) des Sitzpolsters angebracht und wird dort direkt eingeschäumt.
Der neue Fehrer Seatbelt-Reminder ist auf der Unterseite („B-Seite“) des Sitzpolsters angebracht und wird dort direkt eingeschäumt.
(Foto: Fehrer )

Kernstück des neuen Seatbelt-Reminders ist ein robuster Druckschalter, den Fehrer gemeinsam mit der Firma Mayser Sicherheitstechnik entwickelt hat. Das Bauteil, etwa von der Größe einer Zwei-Euro-Münze, ist auf der Unterseite („B-Seite“) des Sitzpolsters angebracht und wird dort direkt eingeschäumt. Der Schalter kann in alle gängigen Sitzkonstruktionen, also sowohl bei einer Sitzwanne als auch auf einer befederten Sitzschale verwendet werden.

„Die Herausforderung bestand darin, einen zuverlässigen, temperaturresistenten Schalter zu entwickeln, der direkt im Schäumprozess in das Bauteil integriert werden kann“, betonte Sabine Karollus, Ingenieurin in der Vorentwicklung. „Gleichzeitig mussten wir den Schäumprozess und die Formentechnik so gestalten, dass das Bauteil reproduzierbar und positionssicher in der Großserie verarbeitet werden kann, ohne dass zusätzliche Hand-Arbeitsgänge notwendig werden.“

Sichere Positionierung im Werkzeug

Ein wesentlicher Vorteil der neuen Technik soll die sichere und reproduzierbare Positionierung im Werkzeug und somit im späteren Bauteil sein. Im Unterschied zu herkömmlichen Systemen, bei denen auf der Oberseite („A-Seite“) des Sitzes zwischen Sitzschaum und –bezug nachträglich eine Sensormatte verlegt wird, ist der Schalter bereits in den Sitzschaum integriert. Das System Sitzschaum mit Schalter wird hundertprozentig auf Funktion geprüft und einbaufertig an den Kunden geliefert.

Zudem ist das System durch die Platzierung auf der B-Seite laut Fehrer deutlich robuster als bisherige Lösungen. So sind die bislang auf der A-Seite verwendeten Sensormatten anfällig gegen Verrutschen oder Störungen, etwa durch mechanische Beschädigungen. Außerdem sei die Technik wirtschaftlicher: Während Größe und Zuschnitt der derzeitigen Sensormatten je nach Fahrzeug- und Sitzmodell unterschiedlich sind, ist der neue Schalter für nahezu jedes Sitzdesign einsetzbar. Dies ermögliche die Herstellung größerer Stückzahlen zu niedrigeren Preisen.

Der Fehrer Seatbeld-Reminder ist bereits serienreif und wird seit Kurzem u.a. im neuen Skoda Rapid verbaut. Gespräche mit weiteren OEMs laufen zurzeit.

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