Autoindustrie Ausblick 2021 Finanzchefs zeigen sich zuversichtlich – Rohstoffpreise auf Rekordniveau

Redakteur: Svenja Gelowicz

Die Autobranche schiebt sich auch in Sachen Umsatzniveau weiter aus dem Corona-Tal. Sorgen bereiten allerdings weiterhin die Versorgungsengpässe – vor allem der knappe Stahl macht Fahrzeuge gravierend teurer.

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Die Autobranche blickt wieder optimistischer in die Zukunft.
Die Autobranche blickt wieder optimistischer in die Zukunft.
(Bild: Daimler)

Bis Ende des Jahres könnte die Autobranche wieder das Umsatzniveau erreichen, das vor der Coronakrise herrschte. Das zeigt eine Umfrage unter 72 europäischen Finanzvorständen der Unternehmensberatung Deloitte. Mehr als die Hälfte der Chief Financial Officers rechnet demnach mit einem Umsatzwachstum. Im Branchenvergleich landet die Autoindustrie damit trotzdem auf einem der hinteren Ränge.

Auch die Aussichten bei den Margen haben sich im Vergleich zum Herbst verbessert, heißt es in der Auswertung von Deloitte. Sehr zurückhaltend zeigen sich die Finanzchefs bei Investitionen. Auf dem letzten Platz im Vergleich mit anderen Branchen landet die Autoindustrie bei neuen Jobs.

Als wichtige Trends sehen die Befragten vor allem eine weitere Konsolidierung und die Emissionsziele in der EU. Auch das Thema Materialknappheit steht weiterhin ganz oben auf der Tagesordnung.

Rohstoffpreise auf Rekordniveau

Die Beratung Alix Partners meldet derweil, dass die Rohstoffkosten im laufenden Jahr Rekordwerte knacken. Neben Elektronikbauteilen treffe die Branche vor allem die Inflation bei Stahl, Kunststoff, Kupfer und Edelmetallen. Die Rohstoffkosten für ein durchschnittliches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor seien im April in Nordamerika auf ein Allzeithoch von 3.600 Dollar gestiegen. Das sei ein Plus von 1.725 Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Die Ursache liege vor allem beim fehlenden Stahl.

Die Auswirkungen dieser Materialkostensteigerungen auf die Margen trete mit einer Verzögerung von drei bis zwölf Monaten ein, prognostiziert Alix Partners weiterhin.

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