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Sicherheit Ford ruft sieben Modelle in Deutschland in die Werkstätten

| Autor/ Redakteur: Niko Ganzer / Jens Scheiner

Unzählige Focus-, C-Max-, Galaxy-, S-Max-, Kuga-, Mondeo- und Transit-Connect-Modelle müssen wegen möglicher Rissbildung in der Kupplungsdruckplatte in deutsche Vertragswerkstätten. Es besteht Brandgefahr.

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Der Ford Focus 1.0 „EcoBoost“ Titanium mit Sechsgangautomatik schluckte im Test 7,7 l/100 km. Mit 92 kW/125 PS Leistung und Sechsganggetriebe kam die viertürige Schräghecklimousine auf 7,6 l/100 km. Mit der Topausstattung Titanium kostet der Focus 1.0 „EcoBoost“ 26.050 Euro.
Der Ford Focus 1.0 „EcoBoost“ Titanium mit Sechsgangautomatik schluckte im Test 7,7 l/100 km. Mit 92 kW/125 PS Leistung und Sechsganggetriebe kam die viertürige Schräghecklimousine auf 7,6 l/100 km. Mit der Topausstattung Titanium kostet der Focus 1.0 „EcoBoost“ 26.050 Euro.
(Bild: Ford)

Allein in Deutschland ruft Ford 189.800 Einheiten der Modellreihen Focus, C-Max, Galaxy, S-Max, Kuga, Mondeo und Transit Connect wegen Getriebeproblemen in die Werkstätten.

„Bei Fahrzeugen mit dem 1,0-Liter-, 1,5-Liter- oder 1,6 Liter-Ecoboost-Benzinmotor und 6-Gang-Schaltgetriebe könnte möglicherweise ein Bruch der Kupplungsdruckplatte auftreten“, erklärte ein Sprecher der Ford Werke GmbH auf Anfrage. In Extremfällen könnten Bruchstücke auch des Kupplungsdeckels und des Getriebegehäuses herausgeschleudert werden und Bauteile im Motorraum treffen. Dadurch besteht die Gefahr von Rauchbildung und Feuer im Motorraum.

Um dies künftig auszuschließen, verfolgt der Hersteller zwei unterschiedliche Strategien, abhängig vom Kupplungsverschleiß und davon, ob das Fahrzeug mit einem Start-Stopp-System ausgestattet ist. Um ein wiederholtes Aufwärmen beziehungsweise Abkühlen der Kupplungsdruckplatte zu vermeiden, sei für Fahrzeuge mit automatischer Start-Stopp-Funktion eine neue Kalibrierung entwickelt worden.

„Wird anhaltender Kupplungsschlupf erkannt, schaltet diese Software die Motor-Warnleuchte im Armaturenträger ein und drosselt die Motorleistung“, sagte der Sprecher. Der Ford-Vertragshändler prüft daher zunächst, ob das Fahrzeug ein automatisches Start-Stopp-System hat. Bei Fahrzeugen mit dieser Funktion steht dann eine Systemprüfung zur Ermittlung des Zustands der Kupplung an. Befindet sie sich in gutem Zustand, ist ausschließlich ein Softwareupdate vorgesehen. Ansonsten tauscht die Werkstatt die Kupplung aus. Für Fahrzeuge ohne Start-Stopp-Funktion ist auf jeden Fall ein Austausch der Kupplung vorgesehen.

Die betroffenen Bauzeiträume im Überblick:

  • Focus, C-Max und Transit Connect: 1. August 2012 bis 30. Juni 2016
  • Galaxy und S-Max (1,6-l Ecoboost-Motor): 1. August 2009 bis 31. Dezember 2014
  • Galaxy und S-Max (1,5-l Ecoboost-Motor): 1. August 2013 bis 30. Juni 2016
  • Mondeo und Kuga: 1. August 2013 bis 30. Juni 2016

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 Niko Ganzer

Niko Ganzer

freier Journalist und Blogger (kfz-rueckrufe.de)