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Geschäftszahlen

Geely stärkt Position mit Gewinnsprung

| Autor/ Redakteur: dpa / Yvonne Simon

Im Februar sorgte Geely mit dem massiven Einstieg bei Daimler für Schlagzeilen. Jetzt konnte Geely-Chef Li Shufu einen Milliardengewinn verkünden, der selbst Analysten überrascht.

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Der chinesische Daimler-Großaktionär beteiligt mit fast 9,7 Prozent an Daimler.
Der chinesische Daimler-Großaktionär beteiligt mit fast 9,7 Prozent an Daimler.
( Bild: Daimler AG )

Der chinesischen Autohersteller und Daimler-Großaktionär Geely profitiert von einem florierenden Geschäft im Heimatmarkt. Unter dem Strich blieb im Jahr 2017 ein Gewinn von 10,6 Milliarden Yuan oder umgerechnet 1,4 Milliarden Euro hängen, wie Geely am Mittwoch in Hongkong mitteilte.

Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr und auch mehr, als Analysten erwartet hatten. Geely profitierte besonders von einer steigenden Nachfrage nach sportlichen Geländefahrzeugen. Dank der guten Geschäftsentwicklung in China ist Geely Beobachtern zufolge in der Lage, die Fühler in der Autobranche weltweit weiter auszustrecken. Allerdings hatte Geely-Chef Li Shufu Anfang März in einem Interview gesagt, derzeit „keinerlei Pläne für weitere Zukäufe“ zu haben.

Größter Aktionär bei Daimler

Im Februar war bekannt geworden, dass sich der Geely-Chef mit knapp 9,7 Prozent am Autokonzern Daimler beteiligt hat. Damit ist Geely der größte Aktionär bei den Stuttgartern. Angesichts des überraschend massiven Einstiegs war die Debatte um schärfere Regeln für ausländische Investoren wieder aufgeflammt. Zudem will die Bundesregierung die Meldevorschriften im Wertpapierhandelsgesetz prüfen, weil Geely die hohe Beteiligung auf einen Schlag offengelegt hatte.

Ende des vergangenen Jahres war Geely zudem mit 8,2 Prozent beim Lkw-Hersteller Volvo AB eingestiegen. Zum Geely-Imperium zählt bereits seit 2010 der Pkw-Produzent Volvo Cars. Auch der malayische Hersteller Proton sowie die Sportwagenmarke Lotus stehen unter Geely-Einfluss. Mit der globalen Expansion wappnet sich Geely für einen sich verschärfenden Wettbewerb in China. Der Wegfall steuerlicher Kaufanreize für spritsparende Autos könnte sich Unternehmensangaben zufolge negativ auf das Absatzwachstum im Reich der Mitte auswirken.

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