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Werkstoffe Hirschvogel: Erste Serienaufträge für neu entwickelten Stahl

| Redakteur: Jens Scheiner

Der Stahlhersteller GMH und die Hirschvogel Automotive Group haben in einem Gemeinschaftsprojekt den Stahl H2 entwickelt.

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Beispiel für einen Injektor aus dem neu entwickelten Stahl 16MnCr5 mod (H2) von Hirschvogel.
Beispiel für einen Injektor aus dem neu entwickelten Stahl 16MnCr5 mod (H2) von Hirschvogel.
(Foto: Hirschvogel)

Der Stahl erreicht bei Luftabkühlung aus der Umformtemperatur Festigkeits- und Zähigkeitswerte, die mit dem Standardstahl 42CrMo4 nach Vergütung erreicht werden. Kosten- und Energieeffizienz erzielt der H2, indem im Vergleich zum Vergütungsstahl keine Härte- und Anlassglühung durchgeführt werden muss. Die Ressourcen- und Kosteneffizienz zeigt sich auch darin, dass der H2 ohne knappe Legierungselemente eingestellt wurde.

Unterschiedliche Verwendung

Der erste Serienauftrag ist ein Common Rail für einen Dieselmotor. Das Bauteil wird mehrstufig warm geschmiedet und aus der Schmiedehitze heraus an der Luft abgekühlt. Bisher wird für diese Bauteil-Familie nahezu ausschließlich der ausscheidungshärtende ferritisch-perlitische Stahl 38MnVS6 eingesetzt. Bei dem zweiten Großserienauftrag handelt es sich um einen Injektor (Einspritzkörper) für die Dieseleinspritzung. Hier wurde bisher überwiegend auf den Stahl 42CrMo4 gesetzt.

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