Zulieferer

Hirschvogel: Serienauftrag für Benzin-Hochdruckpumpe

| Redakteur: Jens Scheiner

Hirschvogel hat gemeinsam mit einem Kunden eine umgeformte Benzin-Hochdruckpumpe in einem Simultaneous Engineering Prozess entwickelt.
Hirschvogel hat gemeinsam mit einem Kunden eine umgeformte Benzin-Hochdruckpumpe in einem Simultaneous Engineering Prozess entwickelt. (Bild: Hirschvogel)

Hirschvogel hat einen Serienauftrag für eine umgeformte Benzin-Hochdruckpumpe erhalten. Der Zulieferer hat gemeinsam mit dem Kunden die Bauteilgeometrie, die Werkstoffauswahl sowie den Fertigungsprozess in einem Simultaneous Engineering-Prozess erarbeitet.

Hirschvogel hat gemeinsam mit einem Kunden eine umgeformte Benzin-Hochdruckpumpe entwickelt, die durch höhere Drücke den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen senken sollen. Die einzylindrige Benzin-Hochdruckpumpe von Hirschvogel soll zunächst mit einem Systemdruck von 350 bar arbeiten, ist laut Zulieferer aber noch für höhere Drücke ausgelegt.

Integriertes Druckbegrenzungsventil

Möglich mache das eine neue Geometrie: Denn bei der umgeformten Monoblock-Lösung befinden sich die Anschlusslaschen direkt am Gehäuse, daher ist kein Fügeprozess mehr notwendig, der zu kritischen Verzügen im hochdruckbelasteten Zylinderbereich führen könnte. Außerdem verfügt die Hochdruckpumpe über ein integriertes Druckbegrenzungsventil, um zu hohe Einspritzdrücke zu vermeiden. Durch die endkonturnahe Geometrie des Umformteils in den nicht druckbelasteten Bereichen hätte der Zulieferer im Vergleich zum Stangendrehteil zudem eine Gewichtsreduzierung erzielt. Die Bauteilgeometrie, die Werkstoffauswahl sowie der Fertigungsprozess wurden in einem Simultaneous Engineering-Prozess mit dem Kunden erarbeitet.

Pumpe aus rostfreiem Stahl

Für einen weltweiten Einsatz des Einspritzsystems muss die Pumpe eine chemische Beständigkeit gegenüber diversen Ottokraftstoffen sowie reinem Ethanol aufweisen. Dafür fertigt das Unternehmen die Pumpe aus einem rostfreien martensitischen Stahl. Dieser Werkstoff wird bei Hirschvogel erstmals bei einem Bauteil in Serie eingesetzt.

Er eignet sich nach Angaben des Zulieferers besonders, weil er neben guten Korrosionseigenschaften auch positive Festigkeitswerte aufweist. Die Warmumformung des Bauteils erfolgt auf einem automatisierten Umformaggregat in Denklingen.

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