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Zulieferer Hydro Aluminium: Spatenstich für neue Produktionslinie

| Redakteur: Jens Scheiner

Der europäische Aluminiumkonzern Hydro hat mit dem Bau einer neuen Produktionslinie für leichte Karosseriebleche in seinem Werk in Grevenbroich begonnen. Die 130-Millionen-Euro-Investition steigert die Kapazität von zurzeit 50.000 auf 200.000 Tonnen pro Jahr.

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Zum Baubeginn der Großanlage für Leichtbau-Automobilbleche in Grevenbroich führten bei Hydro Aluminium den Spaten (v.l.n.r.) Werkleiter Dr. Stefan Kästner, Grevenbroichs Bürgermeisterin Ursula Kwasny, Hydro-Vorstand Ebbesberg, Bundesminister Hermann Gröhe, der ausgeschiedene Vorstand Oliver Bell und Dr. Pascal Wagner, für das Automobilgeschäft verantwortlicher Manager und Geschäftsführer der Hydro in Deutschland.
Zum Baubeginn der Großanlage für Leichtbau-Automobilbleche in Grevenbroich führten bei Hydro Aluminium den Spaten (v.l.n.r.) Werkleiter Dr. Stefan Kästner, Grevenbroichs Bürgermeisterin Ursula Kwasny, Hydro-Vorstand Ebbesberg, Bundesminister Hermann Gröhe, der ausgeschiedene Vorstand Oliver Bell und Dr. Pascal Wagner, für das Automobilgeschäft verantwortlicher Manager und Geschäftsführer der Hydro in Deutschland.
(Foto: Halvor Molland)

Durch den erwarteten Marktwachstum von Leichtbauteilen im Spitzensegment sei die Investition ein weiterer Schritt um den steigenden Kundenbedarf an Hochleistungsblechen für leichtere Aluminiumkarosserien zu bedienen. Die neue Produktionsanlage soll in der zweiten Hälfte 2016 in Betrieb gehen und schafft rund 25 neue Arbeitsplätze. Wie der Zulieferer mitteilte werden weitere 45 Millionen Euro in das Rheinwerk in Neuss für den Bau einer Großanlage zum Zerkleinern, Sortieren und Recyceln gebrauchter Produkte aus Aluminium investiert.

Kjetil Ebbesberg neuer Konzernvorstand

Der Spatenstich war auch die erste offizielle Amtshandlung für Kjetil Ebbesberg als neuer Konzernvorstand der Hydro mit Verantwortung für die Walzsparte. Der Norweger Ebbesberg ist Nachfolger von Oliver Bell, der das Unternehmen nach 29 Jahren auf eigenen Wunsch verlassen hat, um sich neuen beruflichen Perspektiven zuzuwenden. Ebbesberg war schon vor ein paar Jahren Mitglied des Hydro-Konzernvorstandes und verantwortete dabei auch die Gießereien, die das "magische Dreieck" – der Primäraluminiumproduktion Neuss, dem Walzwerk Alunorf und Grevenbroich mit Walzbarren aus Norwegen versorgen; 2012 wechselte er auf die Stelle als Geschäftsführer der zwei kleineren norwegischen Hydro-Walzwerke und sammelte Erfahrung in der betrieblichen Produktion. Nun siedelt er nach Deutschland um und übernimmt eine Gruppe, die mit mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz zur Spitze der Aluminiumwalzindustrie zählt.

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