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IAC eröffnet Kompetenzzentrum in Polen

| Redakteur: Christian Otto

Der Zulieferer IAC hat im polnischen Opole ein Werk eröffnet, das zukünftig auch als Kompetenzzentrum im Bereich beledertes Interieur dient. Das Unternehmen stellte im Rahmen der Eröffnung auch Inneraumlösungen für die Zukunft vor.

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Der neue IAC-Standort im polnischen Opole entstand in nur sieben Monaten Bauzeit.
Der neue IAC-Standort im polnischen Opole entstand in nur sieben Monaten Bauzeit.
(Bild: IAC)

Der Automobilinterieur-Zulieferer IAC (International Automotive Components) feierte die offizielle Eröffnung seines neuen Produktionswerks im polnischen Opole. Vor Ort werden hochwertig belederte Instrumententafeln für Premium-OEM-Kunden wie Volvo und Jaguar Land Rover gefertigt. Darüber hinaus soll der neue Standort künftig auch als Kompetenzzentrum für „Cut & Sew“-Projekte sowie belederte Komponenten dienen. Bei voller Auslastung werden in Opole etwa 550 Mitarbeiter tätig sein.

IAC investierte laut eigener Angaben mehr als 20 Millionen US-Dollar in das über 27.000 m² große Werk. Vom Spatenstich bis zum reibungslosen Beginn der Serienproduktion dauerte es nur sieben Monate. Das Werk ist auf weiteres Wachstum ausgelegt. Derzeit sind deshalb nur in einem Teil der Werkshalle Maschinen platziert. Je nach Auftragsumfang kann der Maschinenpark noch wachsen.

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„Für unsere strategische Ausrichtung ist Opole der ideale Standort. Osteuropa ist eine weiterhin stark wachsende Region für die Automobilindustrie. Hier können wir uns auf unsere erstklassigen Fertigungsfähigkeiten konzentrieren und unsere Premium-Kunden in Europa bedienen“, sagt Jonas Nilsson, President European Region bei International Automotive Components Group.

Derzeit baut IAC vor Ort noch qualifizierte Mitarbeiter auf. Auch in Osteuropa hat sich die Suche nach Fachkräften erschwert. Allerdings bietet die Region um Opole noch eine gute Auswahl – auch weil man hier Personal findet, das zuvor schon in der Möbelindustrie gearbeitet hat. Der Umgang mit hochwertigen Oberflächen ist für diese Mitarbeitern also nicht neu.

Das IAC-Management will in Europa vor allem die Position als Zulieferer von Premiumkomponenten stärken. „Maßgeschneidertes Interieur von höchster Qualität ist und bleibt weiterhin Kern unseres Produktportfolios. Unsere Marktstudien zeigen, dass die Nachfrage nach hochwertigen Interieurkomponenten mit Leder, Kunstleder und Premiumtextilien weiterhin stark wachsen wird.“ sagte Marcus Nyman, Senior Vice President Global Strategic Development bei IAC.

Nachfrage nach personalisierten Produkten

Insbesondere im Premiumbereich wünschen sich die Kunden laut IAC ein stärker personalisiertes Fahrerlebnis. Grund hierfür sei auch der Wechsel zu autonom fahrenden Fahrzeugen. Dadurch rücke das Innenraumdesign nämlich stärker in den Vordergrund. „Deshalb erwarten wir eine steigende Nachfrage nach maßgeschneiderten, handwerklich hochwertigen Lösungen und integrierten elektronischen Funktionen in Interieurkomponenten, sowie eine weltweite Zunahme an belederten Produkten um 38 Prozent“, so Nyman.

Dem Werk in Opole soll eine Sonderrolle zukommen: Es wird das neue Kompetenzzentrum für hochwertig beledertes Interieur. Besonders für den zunehmenden Carsharing-Trend arbeitet IAC etwa an der Weiterentwicklung neuer, synthetischer Materialien, die natürlich wirken und antiseptische Eigenschaften haben.

Welches breite Produktportfolio IAC bietet und welche innovativen Konzepte der Zulieferer mit Blick auf das Interieur der Zukunft hat, präsentierten Mitarbeiter der deutschen Entwicklungsabteilung in einem eigenen Showroom. Das Team, das in Ebersberg nahe München arbeitet, zeigte Leichtbau-Konzepte für den Dachhimmel, Hinterleuchtungen bei Türpanels, aber auch ausgefallene Individualisierungen.

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