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Automobilzulieferer Insolvenz: Weber Automotive ist gerettet

| Autor: Jens Scheiner

Die Weber Automotive Gruppe hat einen Investor gefunden. Der neue Eigentümer ist kein unbekannter und wird den Zulieferer zeitnah umbenennen.

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(Bild: Weber Automotive )

Der Automobilzulieferer Weber Automotive hatte im Juli 2019 einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Seitdem waren die Geschäftsführung und der Generalbevollmächtigte Martin Mucha unter Aufsicht und mit Unterstützung des gerichtlich bestellten Sachwalters Christian Gerloff auf der Suche nach Investoren.

Weber Automotive: Neuer Name und zukunftsfähiges Geschäftsmodell

Nun hat die Gründerfamilie Weber den maßgeblichen Teil des Unternehmens zurückgekauft. In diesem Zuge wird die Weber Automotive GmbH zeitnah in Albert Weber GmbH umbenannt. Geschäftsführer des neuen Unternehmens wird Martin Bleimehl, die Führung der Weber Holding GmbH wird künftig Roger Breu übernehmen. Die Familie Weber hingegen wird nicht mehr in der operativen Führung des Unternehmens tätig sein, sondern beratend zur Verfügung stehen.

Der Kaufvertrag umfasst die Produktionsstandorte in Markdorf, Bernau und Neuenbürg sowie die Beteiligungen an der Weber Magdeburg GmbH, der Weber Automotive Corp., USA, und der Albert Weber Hungária Kft., Ungarn. Dagegen ist die Beteiligung an der Saarotec in St. Ingbert nicht Bestandteil der Vereinbarung. Der Kaufvertrag steht unter diversen Bedingungen für Käufer und Verkäufer – das Closing wird erst in einigen Wochen stattfinden. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Christian Weber, Gesellschafter der Weber Holding GmbH und Sprecher der Familie Weber: „Weber Automotive hat in den vergangenen Jahren damit begonnen sein Geschäftsmodell weiter zu diversifizieren und über den Automobilsektor hinaus weitere Branchen zu erschließen. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen und massiv in neue Antriebstechnologien wie Elektroantriebe, Brennstoffzellen und synthetische Kraftstoffe investieren.“

Über Weber Automotive

Weber Automotive fertigt Antriebskomponenten für Pkw, Nutzfahrzeuge und Freizeitmobile. Dabei liegt der Fokus auf der Bearbeitung von Motor- und Getriebekomponenten und der Montage kompletter Systeme. An sieben Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und Ungarn beschäftigt das Unternehmen mehr als 1.500 Mitarbeiter. Zu den Kunden gehören Automobil- und Nutzfahrzeughersteller sowie wichtige Zulieferer (Tier-1-Supplier).

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE