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Fahrbericht Kia Optima Hybrid: Cruiser mit Elektro-Herz

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Der Kia Optima Hybrid ist die koreanische Antwort auf EU-Vorgaben, Emissionsvorschriften und Flottenverbräuche. Wir testeten die luxuriös ausgestattete Mittelklasse-Limousine auf Herz und Nieren.

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Der Kia Optima Hybrid wurde für das Modelljahr 2015 überarbeitet und bietet sich als Alternative zum Diesel an.
Der Kia Optima Hybrid wurde für das Modelljahr 2015 überarbeitet und bietet sich als Alternative zum Diesel an.
(Foto: Thomas Günnel)

Wer über Hybride in der Mittelklasse spricht, dem fallen gleich die automobilen Wegbereiter Toyota, Mercedes oder Volkswagen ein. Jeder Automobilhersteller der heute CO2-Vorgaben erfüllen muss, greift schnell zum Elektromotor um seinen Flottenverbrauch und die Emission auf den geforderten Grenzwert der Euro-Vorgaben zu reduzieren. Auch der koreanische Hersteller Kia hat seit 2013 ein Hybrid-Modell in seinem Portfolio, für das es für das Modelljahr 2015 eine Frischzellenkur verordnet bekam. Wir fuhren den Kia Optima Hybrid, der von einem 2,0 Liter CVVT-Vierzylinder-Saugmotor mit 150 PS angetrieben wird und zusätzlich über einen 48 PS-Elektromotor verfügt. In der Gesamtleistung stehen 177 PS nach EG-Norm zu Buche.

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Luxus in der Mittelklasse

Der erste Blick auf unseren Testwagen offenbart, dass das Modell nach asiatischen Gesichtspunkten designt worden ist. Schlanke Linien, verspielte Sicken und Falze, schmale Xenon/LED Scheinwerfer, eine tief heruntergezogene Dachform nach der Vorgabe viertüriger Coupés im Stile eines VW CC oder Volvo S60. Im Gesamteindruck durchaus eine moderne und gediegen wirkende Erscheinung. Im Innenraum setzt sich der erste Eindruck positiv fort. Unser Testfahrzeug ist in der Vollausstattung mit weißem Leder, Navigationssystem, Lenkradbedienung, Lenkradheizung, Panoramadach, Sechsgang-Automatik und einer langen Liste weiterer Ausstattungskomponenten versehen, die im Preis fast alle inklusive sind.

Viele einfarbige Schalter

Der Blick auf das Cockpit zeigt eine geschmackvolle Umgebung, die dennoch ihre Herkunft nicht verbergen kann. Das Dreispeichen-Lenkrad liegt satt in der Hand, alle Bedienelemente lassen sich gut erreichen, allerdings liegen sowohl der Start/Stopp Druckschalter als auch der Knopf für die Lenkradheizung hinter eben diesem versteckt. Es reicht den Schlüssel der Fernbedienung in eines der zahlreichen Ablagefächer zu legen und den Wagen mittels Druckschalter zu starten oder auszuschalten. Unübersichtlich und schwarz in schwarz gehalten präsentieren sich zahlreiche Schalter, Knöpfe und Hebel auf Lenkrad und Mittelkonsole. Eine individuelle Soundbegrüßung mit Willkommensbildschirm und vielfältiger Anzeigen zu Hybrid-, Sound- und Navigationssystem soll sicher die technische Innovationskraft der Koreaner präsentieren, wirkt aber überladen. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Der Blick auf das von Kia selbst entwickelte Sound- und Navigationssystem AVN 4.0 auf Android-Basis gefällt durch einen großen Bildschirm, allerdings fällt die Bedienung während der Fahrt durch zu viele Zwischenschritte negativ auf.

Geräumiger Innenraum

Der Einstieg gelingt leicht, das vordere Sitzgestühl ist auch für groß gewachsene Redakteure ausreichend, auch wenn wir uns bei einem weit nach hinten geschobenen Sitz ein axial in der Tiefe besser verstellbares Lenkrad gewünscht hätten. Überhaupt fällt der von aussen subjektiv schmale Optima im Innenraum überraschend geräumig aus. Angenehm konturierte Sitze und genügend Kopffreiheit zum optional erhältlichen Glas-Panoramadach vermitteln Wohlbefinden.

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