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Volkswagen Lackiererei mit besserer Umweltbilanz

Redakteur: Thomas Günnel

Volkswagen setzt bei der Lackierung der Modelle Touran und Tiguan einen Ölabscheider in der Vorbehandlung der Karossen ein. Das Unternehmen spart damit nach eigenen Aussagen 55.000 Euro jährlich.

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Volkswagen Mitarbeiter Uwe Noack, 47, (l.) mit Michael Roreger, Leiter der Lackiererei in der Fertigung 2. Mit dem Einsatz des Ölabscheiders in der Vorbehandlungsanlage spart Volkswagen nach eigenen Aussagen jährlich Material- und Entsorgungskosten von 55.000 Euro.
Volkswagen Mitarbeiter Uwe Noack, 47, (l.) mit Michael Roreger, Leiter der Lackiererei in der Fertigung 2. Mit dem Einsatz des Ölabscheiders in der Vorbehandlungsanlage spart Volkswagen nach eigenen Aussagen jährlich Material- und Entsorgungskosten von 55.000 Euro.
(Foto: Volkswagen)

Die Karosserien werden als Grundlage für die Lackierung gereinigt und entfettet und erhalten eine Phosphatbeschichtung. Die regelmäßige Reinigung der Anlagen erfolgt mit einer Phosphorschwefelsäure. Diese wird dabei aber mit Öl verschmutzt, so dass bisher stets ein großer Teil der Säure entsorgt werden musste. Mit dem Ölabscheider, oder Ölskimmer, wird nun ein großer Teil des Öls von der Oberfläche des Aufbewahrungsbehälters der Säure abgestreift und entfernt. Das Ergebnis: Ein deutlich kleinerer Teil der teuren Säure muss ersetzt werden. Die Ersparnis von 55.000 Euro umfasst die Material- und Entsorgungskosten.

„Idee des Monats“

Die Idee für dieses Konzept stammt von Volkswagen-Mitarbeiter Uwe Noack. Er verantwortet als Industriemeister-Metall unter anderem die Vorbehandlungsanlage der Lackiererei. „Ich habe beobachtet, dass vergleichbare Lösungen schon in anderen Bereichen des Werks genutzt werden. Darum habe ich mir Gedanken gemacht und dann eine Testanlage für die Fahrzeug-Vorbehandlung gebaut.“ Das Volkswagen-Ideenmanagement zeichnete den Vorschlag am 20. September als Idee des Monats aus.

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