Automobilzulieferer Leoni zeigt sich optimistisch

Redakteur: Lena Sattler

Leoni verkündete auf der Hauptversammlung einen guten Start für wichtige Projekte für die Autoindustrie. Leoni-Chef Aldo Kamper betonte die Rolle des Strategieprogramms „Value 21“.

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Vorstandsvorsitzender Aldo Kamper: „Es ist noch nicht alles wieder gut. Aber doch vieles schon wieder besser"
Vorstandsvorsitzender Aldo Kamper: „Es ist noch nicht alles wieder gut. Aber doch vieles schon wieder besser"
(Bild: Wenzel Naumann/Leoni)

Auf der Hauptversammlung am Mittwoch (19. Mai) zeigte sich Leoni-Chef Aldo Kamper zufrieden mit der Geschäftslage. Erst vor kurzem hatte Leoni die eigene Umsatz- und Ergebnis-Prognose für 2021 angehoben. „Es ist noch nicht alles wieder gut. Aber doch vieles schon wieder besser“, so Kamper.

Leoni hatte kürzlich die Fertigung von Bordnetzsystemen für mehrere Hersteller in der Automobilindustrie begonnen: Der Zulieferer arbeitete unter anderem für den Audi Q4 E-Tron und den Mercedes EQS. „Es ist, so glaube ich, kein Zufall, dass Premiummarken auf die Bordnetzsysteme von Leoni setzen“: Kamper ist überzeugt, dass das Unternehmen dem technischen Wandel in der Branche gewachsen ist und beim Thema alternative Antriebe gut aufgestellt ist.

Während der Hauptversammlung wurde Klaus Rinnerberger aus der Automobilzulieferbranche neu in den Aufsichtsrat gewählt. Er folgt auf Dirk Kaliebe, der die Stabilisierung der Geschäftsentwicklung in den letzten Monaten mit unterstützt hatte.

„Value 21“ soll helfen

Ein weiterer Punkt ist das Performance- und Strategieprogramm „VALUE 21“: Es sei die Basis für wichtige Fortschritte im vergangenen Geschäftsjahr. Seit Anfang 2019 läuft das Programm und in seinem Zentrum stehen „Cash vor Wachstum“, ein schärferes Portfolio und optimierte interne Abläufe, außerdem die operative Performance. All diese Konzepte hätten dazu beigetragen, die Geschäftsentwicklung zu stabilisieren. Ein weiteres Ziel waren Bruttoeinsparungen von rund 500 Millionen Euro ab 2022 – inzwischen geht Kamper davon aus, dass Leoni durch die Maßnahmen des Programms auf 600 Millionen Euro komme.

Leoni wolle „Value21“ auch weiterhin umsetzen. Zusätzlich zur Pandemie entstanden Engpässe in den Lieferketten der Branche, insbesondere bei Halbleitern, Kunststoffen und Konnektoren. Das Unternehmen müsse sich weiter auf die Sanierung konzentrieren. „Es liegen weiterhin anspruchsvolle Aufgaben vor uns“, ssgte Kamper. „Aber wir haben in den vergangenen Jahren schon wichtige Fortschritte gemacht, das Unternehmen zurück in die Spur zu bringen. Und wir werden damit nicht aufhören.“

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