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Elektronik

Lidar-Sensor mit Flüssigkristall-Oberfläche

| Redakteur: Sven Prawitz

Dank einer neuentwickelten Lidar-Technik ist es dem Start-up Lumotive aus den USA gelungen, einen leistungsfähigeren Lidar-Laser ohne bewegliche Teile zu bauen.

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Lidar-Sensoren messen über einen Laser den Abstand zu ihrer Umgebung. Jetzt hat ein Start-up-Unternehmen aus den USA einen präziseren Lidar-Sensor entwickelt.
Lidar-Sensoren messen über einen Laser den Abstand zu ihrer Umgebung. Jetzt hat ein Start-up-Unternehmen aus den USA einen präziseren Lidar-Sensor entwickelt.
(Bild: Osram Opto Semiconductors)

Das Start-up Lumotive aus den USA hat die bekannte Lidar-Technik weiter entwickelt. Die Ingenieure aus Seattle im US-Bundesstaat Washington steuern den Laser über eine sogenannte Flüssigkristall-Oberfläche (Liquid Crystal Metasurface, LCM). Damit kommt der gesamte Lidar-Sensor ohne mechanisch bewegte Teile aus und soll somit zuverlässiger arbeiten und im Vergleich zum Wettbewerb eine längere Lebensdauer bieten. Der Verzicht auf mechanische Teile durch die patentierte LCM-Technik ist nach eigenen Angaben nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal der Lidar-Entwickler. So sollen die entscheidenden Komponenten mit handelsüblichen Halbleiterverfahren hergestellt werden können. Das bedeutet, dass die Produktion gut skaliert und die Sensoren in großen Mengen zu geringen Kosten hergestellt werden können. Hier bringt CEO William Colleran einen Vergleich „Wir bringen Moores Law in die Lichttechnik“.

Hohe Auflösung des Lidar-Sensors

Mit dieser Technik will Lumotive aber nicht nur preiswerte und langlebige Sensoren produzieren – sie sollen im Vergleich zum Marktumfeld eine höhere Leistung erbringen und mehr technische Möglichkeiten bieten. Wie Lumotive angibt, tastet der Lidar-Sensor 20-mal pro Sekunde ein Sichtfeld von 120 Grad ab – Die Auflösung betrage 0,1 Grad.

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