TechMag

Magnesium für die Großserie

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Konkrete Bauteilkosten

Prof. Bruhnke bietet „seinen“ Werkstoff engagiert im Markt an und nennt sogar Bauteilkosten in Euro und Cent: „Ein Instrumententafelträger mit einem Gewicht von 2,7 bis 3 kg wird 45 bis 60 Euro kosten, eine 350 g schwere Sitzschale 3,50 bis 4 Euro und ein Stoßfänger-Querträger mit 3 bis 4 kg Gewicht etwa 20 bis 35 Euro.“ Für ein 150 g schweres Türfeld muss der Kunde 2,20 Euro einkalkulieren, wobei man beim Vergleich nicht vergessen darf, dass die entsprechenden Bauteile in Stahl deutlich schwerer wären. Preislich, so das Unternehmen, will man sich zwischen Stahl und Aluminium ansiedeln – und zwar eher beim Stahl als beim Aluminium.

Mix von Magnesium und Stahlblechteilen

Wie bei der Substitution von Werkstoffen üblich, ist der 1:1-Ersatz nie die beste Lösung. Beim Instrumententräger schwebt TechMAG ein Profil mit angeschweißten Gussteilen für Konsolen und Haltern vor, als Mix von Magnesium und Stahlblechteilen. Darüber hinaus sieht man Potenzial für den Ersatz von Bauteilen aus Kunststoff und faserverstärkten Kunststoffen, zum Beispiel als belederte Magnesiumblechträger im Innenraum. Gegenüber den Kunststoffen kommen nicht nur Kostenvorteile zum Tragen, sondern auch die sehr gute Recyclingfähigkeit des Magnesiums.

Biegeträger ohne Werkzeug formen

Zurzeit beschäftigt sich TechMAG intensiv mit den fertigungstechnischen Möglichkeiten von MnE21 – und findet kostengünstige Prozesse, zum Beispiel bei der Produktion von Stoßfänger-Biegeträgern. Prof. Bruhnke: „Wir können solche Biegeträger ohne Werkzeug formen, indem wir sie robotergeführt direkt im Anschluss an das Strangpressen biegen, das mit einer Geschwindigkeit von 3 bis 6 Metern pro Minute erfolgt. Das Bauteil wird dann aus der Düse herausgezogen, geformt und mit einer fliegenden Säge abgelängt.“

(ID:35236380)