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Zulieferer Mahle verkauft seine Schmiedeaktivitäten

| Redakteur: Sven Prawitz

Die Mahle Motorkomponenten werden an Frauenthal Automotive verkauft. Diese Transaktion erfolge im Rahmen einer strategischen Portfolio-Entscheidung des Stuttgarter Konzerns.

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In der Konzernzentrale in Stuttgart werden die Beteiligungen des Mahle-Konzerns geprüft und angepasst.
In der Konzernzentrale in Stuttgart werden die Beteiligungen des Mahle-Konzerns geprüft und angepasst.
(Bild: Mahle)

Der Mahle-Konzern verkauft seine Schmiedeaktivitäten – die Mahle Motorkomponenten GmbH – an die österreichische Frauenthal-Gruppe. Über das Volumen der Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden steht, haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Die Vereinbarung betrifft die Werke Plettenberg (Nordrhein-Westfalen) mit rund 510 Mitarbeitern und Roßwein (Sachsen) mit rund 130 Beschäftigten. Deren Schwerpunkt liegt in der Entwicklung und Produktion hoch beanspruchter, stahlgeschmiedeter Rohteile für Pleuelstangen und Ausgleichswellen. Beide Standorte erwirtschafteten im Jahr 2016 zusammen einen Jahresumsatz von rund 125 Millionen Euro. Bereits vergangene Woche kündigte Mahle an, das Gemeinschaftsunternehmen Bosch Mahle Turbo System verkaufen zu wollen. Damit forciert der Zulieferer weiter die Neuausrichtung seines Portfolios.

Nach eigenen Angaben gilt für die Mitarbeiter in Plettenberg und Roßwein auch nach einem Eigentümerwechsel die abgeschlossene Beschäftigungssicherung. Diese schließt betriebsbedingte Beendigungskündigungen bis Ende 2019 aus.

Über die Frauenthal Gruppe

Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den beiden Divisionen Automotive und Handel. Frauenthal Automotive entwickelt und produziert Press- und Schweißkomponenten aus Metall, Druckluftbehälter und U-Bolts für Lkw und Pkw. Die Gruppe erzielte 2015 einen Umsatz von rund 791 Millionen Euro und beschäftigte im Durchschnitt 3.121 Mitarbeiter. Der Umsatzanteil der Automotive-Sparte lag bei rund 26 Prozent. Der Anteil soll nun mit der Übernahme der Mahle Motorkomponenten weiter steigen.

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