Nutzfahrzeuge MAN-Hauptversammlung: Stellenabbau und Abschied von der Börse

Autor / Redakteur: dpa / Thomas Günnel

Hauptversammlung beim Lkw- und Bushersteller MAN: Zentrales Thema war der Konzernumbau. Der Hersteller plant, Tausende Jobs abzubauen und sich von der Börse zu verabschieden.

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MAN will bis zu 9.500 Stellen abbauen. Die Maßnahme war ein Hauptthema bei der Hauptversammlung.
MAN will bis zu 9.500 Stellen abbauen. Die Maßnahme war ein Hauptthema bei der Hauptversammlung.
(Bild: MAN Truck & Bus SE)

„Für mich persönlich ist das eine der schwierigsten Aufgaben meiner beruflichen Laufbahn“, sagte MAN-Chef Andreas Tostmann bei der Hauptversammlung am Mittwoch (2. Dezember) über den geplanten Abbau von bis zu 9.500 Jobs beim Unternehmen, um den MAN und die Arbeitnehmerseite nach wie vor heftig streiten. Bei den Kosten für die Einschnitte geht das Unternehmen derzeit von einem mittleren bis oberen dreistelligen Millionenbetrag in Euro aus.

Zu weiteren Detailfragen wiederholte die Unternehmensspitze allerdings fast gebetsmühlenartig: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir den aktuellen Stand der Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren.“

Verschmelzung mit Traton erst 2021

Bei Fragen zum verschobenen Abschied von der Börse und der Verschmelzung mit der Muttergesellschaft Traton verwies MAN dagegen meist auf Traton. Eigentlich hatte das für den Schritt notwendige Hinausdrängen von Minderheitsaktionären bereits auf der ursprünglich für vergangenen Mai angesetzten Hauptversammlung in die Wege geleitet werden sollen. Die Verschmelzung soll weiter vorangetrieben werden, allerdings erst 2021, wie Tostmann sagte.

Immerhin zu einigen Details gab es überraschende Antworten: So war auf der Hauptversammlung zu erfahren, dass MAN einen Grundbesitz von mehr als zehn Millionen Quadratmetern hat, zu dem auch vermietete Wohnungen und eine an einen Golfplatz verpachteten ehemalige Landwirtschaftsfläche gehören. Zudem war die virtuelle Hauptversammlung billiger als die Präsenzveranstaltung vor einem Jahr: Rund 200.000 Euro beträgt der Unterschied laut MAN.

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