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Automobilzulieferer Marquardt eröffnet Werk in China

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Der Zulieferer hat ein Werk im chinesischen Weihai eröffnet. Zuletzt kündigte Marquardt an, Stellen in Niedriglohnländer zu verlagern, um aus einer wirtschaftlichen Schieflage zu kommen

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Marquardt steckt Geld in den Standort China.
Marquardt steckt Geld in den Standort China.
(Bild: Marquardt)

Marquardt, ein Spezialist für Schalt- und Bediensysteme hat gestern (8. August) sein zweites Werk im chinesischen Weihai eröffnet. Nach eigenen Angaben hat der Automobilzulieferer 45 Millionen Euro in das Gebäude und die Maschinen gesteckt. Bis zu 600 Mitarbeiter sollen dort in den nächsten zweieinhalb Jahren arbeiten. Marquardt hat sich 1996 erstmals in China niedergelassen.

Kostendruck in Deutschland

Mitte Juli kündigte das Unternehmen an, im Rahmen eines Sparprogramms in den nächsten zwei Jahren bis zu 600 Stellen ins Ausland zu verlagern. „Besonders am Standort Deutschland stehen wir bereits seit mehreren Jahren unter massivem Kostendruck“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Zwar habe man dagegen schon viele Maßnahmen eingeleitet, auch durch Zugeständnisse aus der Belegschaft. Trotzdem könne man hierzulande viele Produkte nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren. Das Unternehmen war zwischenzeitlich in die Verlustzone gerutscht.

Der Chef des Zulieferers, Harald Marquardt, sagte anlässlich der Eröffnung: „Zwar hat sich die Weltkonjunktur deutlich eingetrübt, weshalb wir Kosten reduzieren und unsere Effizienz verbessern müssen. Gleichzeitig aber tätigen wir weiterhin strategische Investitionen, wie sie an unserem neuen Werk Weihai sichtbar werden.“ Der chinesische Markt bringe unabhängig von den gerade rückläufigen Absatzzahlen großes Wachstumspotenzial.

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