Paris Motor Show 2018

Mercedes-Benz: Fünf neue Modelle an der Seine

| Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Thomas Günnel

Im Rahmen des Formats „Meet Mercedes“ erlebten rund 400 geladene Gäste bereits am Vorabend der Paris Motor Show die Weltpremiere des Mercedes-Benz GLE.
Im Rahmen des Formats „Meet Mercedes“ erlebten rund 400 geladene Gäste bereits am Vorabend der Paris Motor Show die Weltpremiere des Mercedes-Benz GLE. (Bild: Daimler)

Mercedes-Benz präsentierte auf der Mondial de l‘Auto Paris 2018 gleich fünf neue Fahrzeuge der Weltöffentlichkeit. Mit B-Klasse, EQC, GLE, A 35 4Matic und Smart „forease“ will der Automobilhersteller in jeder Klasse Kunden für sich gewinnen.

Mercedes-Benz präsentierte auf der Mondial de l‘Auto Paris 2018 gleich fünf neue Fahrzeuge der Weltöffentlichkeit. Bereits am Vortag zeigte der Stuttgarter Automobilhersteller mit dem neuen GLE das jüngste Mitglied der SUV-Familie. Im Rahmen des Formats „Meet Mercedes“ erlebten rund 400 geladene Gäste die Weltpremiere im 2014 zum Luxushotel umgebauten ehemaligen Schwimmbad Molitor. „Seit wir vor 21 Jahren mit der M-Klasse das Segment der Premium-SUVs gegründet haben, hat die Bedeutung dieser Modelle kontinuierlich zugenommen – nicht nur für uns, sondern für die gesamte Branche“, sagte Britta Seeger, Vertriebsvorstand Mercedes-Benz Cars. „Das hat uns stark motiviert, den GLE noch besser zu machen. Familien werden den zusätzlichen Platz genießen, Geschäftsleute werden sich über die verbesserte Konnektivität freuen, und Outdoor-Fans werden die neuen Fahrmöglichkeiten lieben.“

„E-Active Body Control“

Ein Highlight im GLE ist das aktive Fahrwerk E-Active Body Control auf 48-Volt-Basis. Auch die Fahrassistenzsysteme gehen mit dem aktiven Stauassistenten einen weiteren Schritt. Der Innenraum ist größer und komfortabler (plus 80 mm Radstand), auf Wunsch gibt es eine dritte Sitzreihe. Das Infotainmentsystem verfügt über größere Bildschirme, ein vollfarbiges Head-up-Display mit einer Auflösung von 720 x 240 Pixeln und den MBUX-Interieurassistenten, der mit einer Kamera in der Dachkonsole Hand- und Armbewegungen erkennen kann und den Bedienwunsch von Fahrer und Beifahrer unterstützt.

„Der GLE ist der optimale SUV: Er ist intelligent, intuitiv – und natürlich ist er eine Schönheit“, ergänzte Mercedes-Benz-Entwicklungsvorstand Ola Källenius. „Unser Line-up hier in Paris zeigt, dass wir für jeden Kunden eine perfekte Lösung bieten: mit dem Mercedes der Elektrofahrzeuge, unserem EQC, mit unserem erweiterten und aufregenden Kompaktportfolio und mit dem besten SUV, den wir je gebaut haben.“

So waren im Hotel Molitor neben dem neuen GLE auch das Showcar Smart „forease“ und der Mercedes-AMG A 35 4Matic erstmals zu sehen. Das neue AMG-Einstiegsmodell basiert auf der neuen Frontantriebsplattform und wird von einem neu entwickelten 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 225 kW/306 PS Leistung angetrieben. Rohbau, Fahrwerk, Allradantrieb, Getriebe, Fahrprogramme, Feinabstimmung – jedes Detail wurde laut Mercedes auf maximale Fahrdynamik ausgelegt, ohne dabei den Alltagskomfort zu vernachlässigen.

Debüt der neuen B-Klasse

Auf der Messe gab dann am nächsten Morgen die neue Mercedes-Benz B-Klasse ihr Debüt. Sie sieht dynamischer aus als der Vorgänger, soll agiler fahren und mehr Komfort bieten. Auch die neue Instrumententafel macht den Sports Tourer deutlich attraktiver. Die neue B-Klasse ist ab dem 3. Dezember bestellbar und wird ab Februar 2019 ausgeliefert.

Der Fahrer sitzt 90 Millimeter höher als in der A-Klasse. Die Sitze bieten eine flachere Sitzposition und einen größeren Verstellbereich, was auch den maximalen Kopfraum vergrößert. Bei umgelegtem Fondsitz und dachhoher Beladung passen bis zu 1.540 Liter in den ebenen Gepäckraum.

Dank moderner Fahrerassistenzsysteme, mit Funktionsumfängen aus der S-Klasse, bietet die B-Klasse bei der aktiven Sicherheit mit das höchste Niveau im Segment. Auch die Motoren sind effizienter und sauberer geworden. Sie erfüllen allesamt die Euro 6d-Temp-Grenzwerte. Seine Premiere feiert das Doppelkupplungsgetriebe 8G-DCT, das in Verbindung mit dem größeren Dieselmotor (190 PS/140 kW) angeboten wird. „Die neue B-Klasse zeichnet sich unter anderem durch eine bessere Rundumsicht, mehr Ellbogen- und Kopffreiheit sowie eine optimierte Kofferraumnutzung aus“, betonte Britta Seeger.

Messepremiere des EQC

In Paris gab auch der EQC seine Messepremiere. Das erste rein elektrische Modell von Mercedes-Benz besitzt ein komplett neu entwickeltes Antriebssystem mit je einem kompakten elektrischen Antriebsstrang (eATS) an Vorder- und Hinterachse (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km). Das Multimediasystem MBUX wurde ergänzt um zahlreiche EQ-spezifische Inhalte wie die Anzeige von Reichweite, Ladezustand und Energiefluss. Kombiniert mit dem Portal „Mercedes me“ soll der EQ die Elektromobilität bequem und alltagstauglich machen.

„98,3 Prozent der Kunden in der Europäischen Union haben sich im zweiten Quartal dieses Jahres gegen den Kauf eines reinen Elektrofahrzeugs entschieden“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der Messe. „Mit dem EQC haben wir jetzt einen brandneuen elektrischen Mercedes, der eine echte Alternative zu einem Mercedes mit Verbrennungsmotor ist. So haben unsere Kunden eine faire Wahl bei der Entscheidung, welche Option am besten zu ihrem täglichen Mobilitätsbedarf passt.“

Der EQC wird im Werk Bremen gebaut – auf den gleichen Linien wie die Verbrenner. Nur für die Hochzeit mit dem elektrischen Antriebsstrang wird das jeweilige Fahrzeug kurz aus der Linie gezogen. Dadurch verspricht sich Mercedes-Benz die höchst mögliche Flexibilität, um auf Änderungen in der Nachfrage rasch reagieren zu können.

Smart mit neuem Showcar

Zum 20. Geburtstag präsentierte Smart durch Katrin Adt, seit Anfang Oktober neue Leiterin der Marke, erstmals das neue Showcar Smart „forease“. Es ist laut Adt extrovertiert und biete eine unkomplizierte Lösung für urbane Mobilität. Sein Fahrer sitzt unter freiem Himmel mitten im Trubel der Stadt, an dem er dank elektrischem Antrieb ungezwungen teilhaben kann. Die Offenheit und der minimalistische Stil des Modells sind eine Hommage an die Smart-Studien „crossblade“ (2001) und „forspeed“ (2011). „Auch nach zwei Jahrzehnten des Aufwachsens lohnt es sich, an einigen verrückten und unkonventionellen Denkweisen festzuhalten“, kommentierte Dieter Zetsche die Studie.

Des Weiteren kündigte Smart an, Anfang 2019 seinen Carsharingdienst Car2go auch in Paris anzubieten. Starten will man mit 400 EQ Fortwo, einige hundert weitere Fahrzeuge sollen im Laufe des Jahres folgen.

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