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Zulieferer Miba baut E-Auto-Geschäft aus und investiert 100 Millionen Euro

| Autor: Sven Prawitz

Der Automobilzulieferer Miba möchte 100 Millionen Euro in sein E-Mobilitätsgeschäft investieren. In Vorchdorf (Österreich) sollen Forschung und Entwicklung konzentriert werden, in China sind zusätzliche Produktionsstandorte geplant.

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Miba-Forum am Stammsitz in Laakirchen, Österreich.
Miba-Forum am Stammsitz in Laakirchen, Österreich.
(Bild: Miba)

Der Automobilzulieferer Miba hat mitgeteilt, bis zum Jahr 2025 insgesamt 100 Millionen Euro in den Bereich Elektromobilität zu stecken. Rund 20 Millionen Euro sollen bereits 2019 investiert werden. Davon soll vor allem die Standorte in Vorchdorf (zwischen Salzburg und Linz), Suzhou (nahe Schanghai) und ein Standort in der Nähe von Shenzhen profitieren.

In Vorchdorf soll ein sogenanntes „Miba eMobility Cluster“ entstehen. „Wir vernetzen dort unser Know-how aus der Elektrifizierung und aus der Automobilindustrie“, schildert CEO Peter Mitterbauer. Zudem stellt das Unternehmen in der Nähe von Shenzhen, im Süden Chinas, gerade einen neuen Produktionsstandort fertig, der einen seiner Schwerpunkte in Hochleistungswiderständen für Elektroautos haben soll. Zusätzlich soll ein zweites, zusätzliches Werk am Standort Suzhou Raum für Produktionskapazitäten schaffen, um den chinesischen E-Auto-Markt zu beliefern.

„Wir investieren in Personalressourcen, Forschung und Entwicklung, in zusätzliche Produktionslinien für rein elektrisches wie auch für hybridelektrisches Fahren“, sagt Mitterbauer und ergänzt: „Schon heute beschäftigen sich bei der Miba deutlich mehr als 100 Mitarbeiter mit Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb und Produktion von Lösungen für Hybrid- und rein elektrische Antriebe“.

Über Miba

Die Miba AG produziert für E-Autos Hochleistungswiderstände und für Hybridantriebe Komponenten wie etwa Sinterformteile und Reibbeläge. Nach eigenen Angaben arbeitet der Zulieferer zudem an einer Kühlung für Batterien, einer Powerfuse zur Absicherung von Hochvoltbatterien, an der Produktion von Hairpin-Statoren für E-Motoren, an einem Axialflussmotor als neuartiges E-Antriebskonzept, an Beschichtungslösungen für Brennstoffzellen oder an Kühllösungen für Leistungselektronik in E-Autos. Darüber hinaus baut Miba Produktionsanlagen für Elektromotoren-Statoren. Der Zulieferer beschäftigt eigenen Angaben zufolge 6.860 Mitarbeiter an 23 Standorten. Im Geschäftsjahr 2017/2018 erwirtschaftete man einen Umsatz von knapp 890 Millionen Euro (+ 18 % zum Vorjahr).

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Über den Autor

 Sven Prawitz

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Technikjournalist