Delphi Neue Deutschland-Zentrale
Delphi Deutschland hat den den Erweiterungsbau des Kunden-Technologiezentrums in Wuppertal eingeweiht.
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Delphi Deutschland feierte an der Technologieachse Süd auf Lichtscheid die Fertigstellung des erweiterten Kunden-Technologiezentrums. Nach dem Abschluss der ersten Bauphase vor fünf Jahren präsentiert sich Delphi Deutschland jetzt auf bedeutend größerer Fläche mit einem markanten, transparenten Gebäudeensemble. Die Verwaltung ist zur Entwicklung gezogen, während am zweiten Wuppertaler Standort in Ronsdorf weiterhin die Komponentenproduktion mit 300 Beschäftigten konzentriert ist. 1200 Mitarbeiter aus 30 Ländern sind auf den Südhöhen tätig: je zur Hälfte in Verwaltung und Entwicklung. An der Adresse Vorm Eichholz 1 sind nun die Geschäftsführung von Delphi Deutschland sowie drei der sechs Delphi-Geschäftsbereiche mit ihren Europa-Zentralen konzentriert.
Delphi sieht optimistisch in die Zukunft
So wurden die Gespräche Dienstag auch vorwiegend auf Englisch geführt. Der Präsident und Chief Executive Officer des Mutterkonzern, J.T. Battenberg III. war gekommen, auch Volker Barth, Chef für Europa, den Nahen Osten und Afrika, um Manfred Diedrich, den Vorsitzender der Geschäftsführung von Delphi Deutschland, in seinem neuen Haus zu beglückwünschen. Zufrieden mit dem Bisherigen und "extremely optimistic" in bezug auf die künftige Entwicklung zeigte sich der große Chef aus den USA und gab ebenso wie Barth und Diedrich ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland obwohl Hochpreisland ab. Das bedeute auch das Bekenntnis zum Standort Wuppertal, ergänzte Diedrich, und Barth erklärte, Wuppertal sei "key location", habe eine Schlüsselposition inne, gerade auch, was den Wandel in der Unternehmenkultur betreffe. In Zeiten düsterer Wirtschaftsnachrichten zeichneten die Delphi-Manager ein ungewohnt optimistisches Bild vergangener und künftiger Entwicklung.
Nicht zuletzt der Standort Wuppertal und der Wirtschaftsstandort Bergisches Land erhielten Lob von einem Global Player, der keinerlei Abwanderungsgedanken hegt. 52 Hochschulen im Land, die Bergische Uni als direkter Nachbar, 300 Automobilzulieferer im Bergischen, die gute Infrastruktur samt der bald durch den Tunnel Burgholz verbesserten Anbindung an die A 46: gewichtiuge Argumente, die die Redner gestern aufzählten. Vor allem aber, so hob Diedrich hervor, waren es die Mitarbeiter, die Wuppertal für Delphi so interessant machten.
Wuppertal: Standort mit Tradition
Denn von Delphi Deutschland reichen die Stationen über Delphi Corporation (2002), Delphi Automotive Systems (1998), Packard Electric (GM-Konzern) und Philips bis zur Zelle des heutigen Hightech-Unternehmens zurück: der Firma Kabelwerke Reinshagen, die 1874 gegründet, schon 1901 mit der Produktion von Kabeln für die junge Automobilindustrie begannen.
Ein so stolze Entwicklung, dazu eine Investition von 50 Millionen Euro und die Aussicht auf künftige Erweiterungsmöglichkeiten freuten auch Oberbürgermeister Hans Kremendahl. Dies sei beste Standortpolitik an einem alten Industriestandort in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Da konnte Manfred Diedrich dann getrost davon sprechen, gemeinsam alt zu werden.