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Geländewagen Neue G-Klasse: Interieur neu interpretiert

| Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Thomas Günnel

Die G-Klasse hat ihr Aussehen seit 1979 nicht wesentlich verändert. Anfang 2018 feiert die Neuauflage des Luxus-Geländewagens in Detroit Premiere – vorab gewährt Daimler einen Blick ins Fahrzeuginnere.

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Die G-Klasse hat ihr Aussehen seit 1979 nicht wesentlich verändert. Daimler gewährt jetzt vor der Premiere einen Blick in den Innenraum des neuen Modells.
Die G-Klasse hat ihr Aussehen seit 1979 nicht wesentlich verändert. Daimler gewährt jetzt vor der Premiere einen Blick in den Innenraum des neuen Modells.
(Bild: Daimler)

Ikonische Elemente erfüllen heute wie gestern bestimmte Funktionen und verleihen der Mercedes-Benz G-Klasse ihr Aussehen: der markante Türgriff und das charakteristische Schließgeräusch, die robuste Außenschutzleiste, das exponierte Ersatzrad an der Hecktür und die augenfälligen Blinker. Und wer in die G-Klasse einsteigt, findet Design-Elemente des Exterieurs wieder. Etwa die Form der Rundscheinwerfer, die sich in den seitlichen Belüftungsdüsen widerspiegelt. Oder die Gestaltung der Blinker, die sich in den Lautsprechern findet.

Typisch für die G-Klasse sind der Haltegriff vor dem Beifahrer oder die im Sichtfeld positionierten und in Chrom hervorgehobenen Schalter für die Differenzialsperren. Beide wurden akribisch optimiert und bleiben als prägende Elemente erhalten.

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Infotainment freihändig bedienen

Der Fahrer kann künftig das gesamte Infotainment bedienen, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Die aus der E- und -S-Klasse bekannten, berührungssensitiven Touch Controls am Lenkrad reagieren wie die Oberfläche eines Smartphones auf Wischbewegungen. Dank haptischer Impulse und zusätzlicher Rückmeldung per Lautsprecher kann der Fahrer das Touchpad nutzen, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Direkttasten vor dem Controller für häufige Bedienaufgaben sowie die optionale Bedienleiste für die Fahrassistenzsysteme oberhalb des Lichtdrehschalters ergänzen die Eingabe-Optionen.

Die neu designte Instrumententafel beinhaltet serienmäßig analoge Tuben als Rundinstrumente. Wie in der neuen E- und S-Klasse kommen als Kombiinstrument auf Wunsch ein großes Display mit virtuellen Instrumenten im direkten Blickfeld des Fahrers sowie ein Zentraldisplay über der Mittelkonsole zum Einsatz. Optisch verschmelzen zwei 12,3-Zoll-Displays unter einem gemeinsamen Deckglas zu einem Widescreen-Cockpit. Der Fahrer kann die Optik aus drei Stilen wählen – „Classic“, „Sport“ und „Progressive“ – oder die für ihn relevanten Informationen und Ansichten individuell konfigurieren.

Mehr Funktionen und Komfort

„Am Schöckl muss sich jede G-Klasse beweisen.“ Dieses Motto stand auch bei der Neugestaltung des Offroad-Klassikers ganz oben im Lastenheft. Gemeint ist der Hausberg im steirischen Graz, den Mercedes-Benz für die harte Offroad-Erprobung nutzt und den der Geländewagen bezwingen muss. Deshalb ziert nun jeden „G“ als Prüfsiegel eine Schöckl-Plakette am Fuß der B-Säule.

Das Stauraumkonzept wurde grundlegend überarbeitet und sorgt mit zahlreichen neuen Ablageflächen dafür, dass alles seinen Platz hat. So befindet sich nun unter der Armauflage ein beleuchtetes Fach für Kleinigkeiten von Kaugummis über Taschentücher bis zur Sonnenbrille. Als Sonderausstattung ist hier eine kabellose Ladestation wählbar. Vor dem Touchpad in der Mittelkonsole sind zwei herausnehmbare Cupholder und eine Spontanablage untergebracht. In den hinteren Türen kann eine 1,0-Liter-Wasserflasche verstaut werden. Die Rückenlehne der hinteren Sitzbank steht frei im Innenraum für maximale Variabilität und eine bessere Durchsicht im Fond-Seitenfenster.

Von den neuen Dimensionen der gewachsenen G-Klasse profitieren nicht nur die Fahrer, sondern auch die Passagiere in der zweiten Reihe. Vorne ist der Beinraum um 38 Millimeter, hinten sogar um 150 Millimeter gewachsen. Die Ellenbogenbreite hat vorne um 68 Millimeter, hinten um 56 Millimeter zugelegt. Die Rücksitze lassen sich zu 60, 40 oder 100 Prozent umklappen.

Die Sitze sind bereits serienmäßig mit zahlreichen Komfortfunktionen ausgestattet. Dazu zählen zum Beispiel die Memory-Funktion für den Fahrersitz, Sitzheizung vorn und hinten sowie die Komfortkopfstützen vorn. Dieser Fahrkomfort lässt sich auf Wunsch mit dem Aktiv-Multikontursitz-Paket noch weiter steigern. Es beinhaltet neben den speziellen Multikontursitzen unter anderem verschiedene Massagefunktionen, Sitzklimatisierung sowie eine schnelle Sitzheizung. Zudem bietet diese Variante eine elektrisch einstellbare Lordosenstütze für Fahrer und Beifahrer.

In den seitlichen Bereichen der Sitzauflagen und -lehnen der aktiven Multikontursitze sind Luftkammern integriert, die je nach Fahrdynamik stufenlos gefüllt oder geleert werden, um Fahrer und Beifahrer in ihren Sitzpositionen besser zu unterstützen und beispielsweise bei Kurvenfahrten mehr Seitenhalt zu geben.

Exklusive Ausstattungspakete

Für die neue G-Klasse gibt es derart viele Varianten, dass kaum ein Geländewagen dem anderen gleicht. Möglich wird diese große Ausstattungsvielfalt durch den hohen manuellen Anteil in der Produktion. Serienmäßig nehmen die Passagiere auf Lugano-Ledersitzen in schwarz, nussbraun oder macchiatobeige Platz. Darüber hinaus stehen zwei hochwertige Ausstattungspakete zur Wahl: das Exklusiv-Interieur sowie das Exklusiv-Interieur Plus.

Die sportive AMG Line ist mit allen drei Varianten kombinierbar. Bei schwarzen Sitzen kommen kontrastierende rote Ziernähten auf Sitzen, Instrumententafel, Türen und Mittelkonsole sowie rote Gurte ins Spiel. Dazu passt das extra sportliche unten abgeflachte Lenkrad, das erstmals für die G-Klasse erhältlich ist.

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