Elektromobilität

Neues Elektro-Taxi-Konzept vorgestellt

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Mit dem City E-Taxi hat das Projekt Adaptive City Mobility ein neues Elektro-Taxi für die Stadt vorgestellt.
Mit dem City E-Taxi hat das Projekt Adaptive City Mobility ein neues Elektro-Taxi für die Stadt vorgestellt. (Bild: ACM)

Ein vom Bund gefördertes Elektro-Taxi-Konzept soll mit Batteriewechselsystemen die Ladezeiten verkürzen und vor allem für Fuhrparkbesitzer interessant sein.

Ein neues Elektro-Taxi-Konzept namens Adaptive City Mobility (ACM) soll neue wettbewerbsfähige Wege in die Elektromobilität ermöglichen. Mit dem City E-Taxi will das Gemeinschaftsprojekt aus Industrie, Ministerium und Forschung ein elektrisches Leichtbaufahrzeug für die Stadt entwickeln. Drei Sitze, ein Kofferraum und Plexiglastüren rundum sollen ein Raumwunder erschaffen. Das Fahrzeug soll laut der Projektpartner vor allem für Fuhrparkbetreiber interessant sein: ob als innerstädtisches Taxi, für Carsharing, logistische Zwecke oder den Tourismus.

Batteriewechselsystem geplant

ACM will ein Problem der bisherigen Elektromobilität lösen: die langen Ladezeiten an der Stromtankstelle. Dafür gibt es ein manuell bedienbares Batteriewechselsystem. Hinter dem Projekt steht ein ganzes Geschäftsmodell: Fahrtenvermittlung, Energieverkauf, digitale Werbesteuerung und Batterieleasing. Die Gesamtbetriebskosten, auch Total Cost of Ownership (TCO) genannt, sollen sich deutlich reduzieren – Elektromobilität soll dann nicht mehr länger teuer und exklusiv sein. Der entfall der Ladezeiten könne entsprechend die mögliche Auslastung der Fahrzeuge verbessern.

Paul Leibold, Initiator des Projekts, erläutert: „Man kann ACM auch als einen Ansatz zur Lösung des Henne-Ei-Problems bezeichnen: Derzeit heißt es immer seitens der Kommunen, „wir investieren noch nicht großflächig in Infrastrukturen, da ja noch niemand Elektrofahrzeuge fährt.“ Auf der anderen Seite heißt es von den Anwendern, „nein, wir kaufen uns noch kein Elektroauto, da a) zu teuer und vor allem b) es gibt ja noch keine Infrastruktur.“ Das ACM-Projekt bringt nun seine eigene Infrastruktur mit und funktioniert damit losgelöst von Diskussionen zu den hohen Investitionskosten der Elektromobilität – eben als autarkes System.“ Beteiligt am Projekt sind unter anderem BMZ, ein Systemlieferant für Akkupacks; der Kleinserienhersteller Roding, die RWTH Aachen, das Fraunhofer ESK und der Elektrofahrzeughersteller Streetscooter.

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