Suchen

Leichtbau Neues Leichtbau-Material für die Porsche-Heckschürze

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Ein neues Leichtbau-Material senkt das Gewicht der Heckschürze des Porsche 911 GT3 RS um rund 23 Prozent. Die Entwicklung dahinter: ein PUR-Elastomer mit Mikroglashohlkugeln als Füllstoff.

Firmen zum Thema

Die Heckschürze des Porsche 911 GT3 RS besteht aus PUR-Elastomer mit 3M Glashohlkugeln als Füllstoff.
Die Heckschürze des Porsche 911 GT3 RS besteht aus PUR-Elastomer mit 3M Glashohlkugeln als Füllstoff.
(Bild: Porsche)

Das von Covestro (ehemals Bayer MaterialScience), Polytec Car Styling und 3M entwickelte Leichtbaumaterial ist ein spezielles PUR-Elastomer, dessen Dichte geringer ist als die von Wasser. Möglich machen das Glashohlkugeln, die als funktionaler Füllstoff dienen. Diese Mikrohohlkugeln des Herstellers 3M bestehen aus wasserunlöslichem, chemisch inertem Borosilikatglas, haben eine niedrige Dichte und sind gleichzeitig extrem druckfest. Der Hersteller kombiniert sie zusätzlich mit gemahlenen Kohlefasern. Der Mix aus den winzigen Fasern und der Form der Glaskugeln bewirkt demnach, dass sich aus dem PUR-Werkstoff ein Bauteil mit nahezu isotropen mechanischen Eigenschaften und hoher Belastbarkeit herstellen lässt.

Bei der Heckschürze des Porsche 911 GT3 RS wird das Potenzial deutlich: Das Bauteil verlor rund ein Viertel seines Gewichts – bei gleicher mechanischer Leistungsfähigkeit und Oberflächenqualität. Zuvor hatte das zähelastische PUR-Elastomersystem eine deutlich höhere Dichte, weil die zugegebenen Mineralfasern, die Festigkeit und Steifigkeit steigern, mit 17 Prozent Gewichtsanteil und einer hohen Dichte zu Buche schlagen.

(ID:44154932)