China Market Insider Nun auch Stellantis: Foxconns Netzwerk wächst rapide

Von Henrik Bork

Stellantis will mitspielen unter den großen OEMs der Welt. Wie Ford und VW wird der europäische Konzern nun ebenfalls Mikrochips entwickeln. Dabei helfen soll ein Halbleiterkonzern aus Taiwan.

Foxconn verschafft sich zunehmend Zugang zum Automobilmarkt und wird so zur Konkurrenz von beispielsweise Bosch. Im Bild: ein Siliziumkarbid-Wafer.
Foxconn verschafft sich zunehmend Zugang zum Automobilmarkt und wird so zur Konkurrenz von beispielsweise Bosch. Im Bild: ein Siliziumkarbid-Wafer.
(Bild: Bosch)

Stellantis will mit Hilfe der taiwanesischen Elektronikfirma Foxconn seine Halbleiter selbst entwickeln. Dies gab der viertgrößte Autohersteller der Erde, dem Marken wie Peugeot, Fiat, Opel und Jeep gehören, diese Woche in einer Pressemitteilung bekannt. Für Foxconn ist die Partnerschaft ein weiterer wichtiger Meilenstein auf seinem Aufbruch in die Automobilindustrie, sagen Konzernsprecher und Analysten.

Wir freuen uns, mit Stellantis eine Lösung für die Lieferengpässe zu finden – während wir weiter im Markt für E-Fahrzeuge expandieren.

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Man habe eine Absichtserklärung (ein „MOU“) mit Foxconn unterzeichnet, „eine Familie von speziell angefertigten Halbleitern zu entwickeln, um Stellantis und Drittkunden zu unterstützen“, heißt es in der Ankündigung des OEM aus Amsterdam. Später im Text war sogar von „vier Familien“ von Autochips die Rede, mit der ab 2024 rund 80 Prozent der Halbleiter-Nachfrage von Stellantis gesichert werden soll.