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Übernahme

Opel ist nun Teil von PSA

| Autor/ Redakteur: Ampnet/jri / Christian Otto

Opel ist jetzt Teil von PSA. Der französische Konzern bildet mit den neuen Töchtern Opel und Vauxhall nun den zweitgrößten europäischen Automobilhersteller – bis 2020 soll Opel wieder profitabel sein.

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Opel ist nun offiziell Teil des PSA-Konzerns.
Opel ist nun offiziell Teil des PSA-Konzerns.
(Bild: Adam Opel AG)

Nach 88 Jahren unter der Regie von General Motors ist Opel seit heute (1. August) Teil der französischen PSA-Gruppe, zu der schon die Marken Peugeot, Citroën und DS gehören. Sowohl der deutsche Hersteller als auch die britische Schwestermarke Vauxhall sollen dabei weitestgehend wie bisher arbeiten. Die Geschäftsleitung von Opel und Vauxhall wird in den kommenden 100 Tagen einen Zukunftsplan erarbeiten.

Der Marktanteil der erweiterten PSA-Gruppe liegt nun europaweit bei 17 Prozent. Damit wird das Unternehmen zum zweitgrößten Automobilhersteller Europas. Das Opel-Management hat als Ziel ausgegeben, unter dem neuen Konzerndach bis 2020 wieder profitabel zu wirtschaften. Synergieeffekte bei Forschung und Entwicklung sowie Einkauf und Fertigung sollen dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Mit dem Crossland X ist seit einigen Wochen bereits der erste Opel auf Basis einer Plattform von Peugeot im Handel. PSA und Opel/Vauxhall arbeiten bereits seit 2012 zusammen. Diese Kooperation umfasst bislang vier Fahrzeuge von Opel. Nach dem Crossland X folgt im Herbst der Grandland X eine Fahrzeugklasse höher. Der Nachfolger des Combo wird 2018 auf den Markt kommen und 2019 kommt der nächste Corsa.

Weitere Zusammenarbeit mit GM

Opel und PSA werden auch in Zukunft mit General Motors zusammenarbeiten. Neben der Entwicklung von elektrischen Antrieben werden die Opel-Werke weiterhin Fahrzeuge für die GM-Marken Buick und Holden produzieren. Parallel dazu befindet sich laut Opel-Pressemitteilung die Übernahme der europäischen Geschäfte von GM Financial auf gutem Weg – vorbehaltlich der Zustimmung durch die verschiedenen Regulierungsbehörden – und ist für die zweite Jahreshälfte 2017 vorgesehen.

Mit der neuen Struktur gibt es auch Veränderungen im Opel-Management. Christian Müller, zuletzt Vice President Global Propulsion Systems Europe und seit 1996 bei Opel, folgt auf William F. Bertagni als Vice President Engineering. Er wird die Bereiche Entwicklung und Antriebe zusammenführen. Rémi Girardon, zuletzt Senior Vice President Group Industrial Strategy bei PSA, folgt auf Philip R. Kienle als Vice President Manufacturing. Philippe de Rovira, zuletzt Group Controller bei der PSA-Gruppe, folgt als Finanzchef auf Michael Lohscheller, der seit 12. Juni 2017 Chef von Opel ist. Michelle Wen, Group Supply Chain Management Network Director bei Vodafone Procurement, wird zum 1. September ebenfalls zum Management-Team gehören und auf Katherine Worthen, derzeit Vice President Purchasing and Supply Chain, folgen.

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