Mini-Elektroauto Opel nimmt die Mikromobilität ins Visier

Autor / Redakteur: sp-x / Lena Sattler

Opel präsentiert ein kleines E-Auto für den Stadtverkehr. Ab Herbst ist der Rocks-E bestellbar. Als Zielgruppe kommen nicht nur Erwachsene in Frage.

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Der Rocks-E ist 2,41 Meter lang und basiert auf dem Citroën Ami.
Der Rocks-E ist 2,41 Meter lang und basiert auf dem Citroën Ami.
(Bild: Opel)

Opel will mit einem elektrischen Mikro-Mobil den Innenstadtverkehr der Zukunft prägen. Auf der Automesse IAA werden die Rüsselsheimer den Rocks-E erstmals offiziell präsentiert. Das Gefährt transportiert zwei Insassen und leichtes Gepäck lokal emissionsfrei, kommt bis zu 75 Kilometer ohne Ladestopp aus und dürfte preislich klar unterhalb von 10.000 Euro starten.

Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h

Der 2,41 Meter lange Rocks-E basiert auf dem 2019 präsentierten Citroën Ami und setzt äußerlich auf die gleiche kompakte Kastenform wie der Franzose. Die beiden Insassen steigen durch gegenläufig öffnende seitliche Türen ein, Gepäck wird im Beifahrer-Fußraum verstaut. Der Sitz für den zweiten Insassen ist leicht nach hinten versetzt montiert, was der Beinfreiheit zu Gute kommen soll.

Für den Antrieb sorgt ein 6 kW/8,2 PS starker E-Motor, den ein 5,5 kWh großer Lithium-Ionen-Akku mit Energie versorgt. Komplett geladen wird dieser innerhalb von gut drei Stunden an der Haushalts-Steckdose. Mittels eines Typ-2-Adapters ist das Laden an einer öffentlichen Säule möglich. So soll sich der Rocks-E vor allem für den Kurzstrecken-Verkehr in der Innenstadt eignen. Die Höchstgeschwindigkeit ist angesichts des Haupt-Einsatzgebiets auf 45 km/h begrenzt, was nicht nur den Energieverbrauch begrenzt, sondern das Mikro-Fahrzeug für Jugendliche nutzbar macht. Nötig ist ein Rollerführerschein (Klasse AM), den es ab 15 Jahren gibt.

Marktstart eventuell noch vor dem Citroën Ami

Bestellbar ist der Rocks-E ab dem Herbst. Wann er ausgeliefert wird, hat Opel noch nicht mitgeteilt. Er könnte jedoch schneller auf den Markt kommen als sein Citroën-Vorbild; dessen Deutschlandstart nämlich ist von 2021 bereits auf das kommende Jahr verschoben wurden. Offiziell, weil zunächst wichtigere Kleinstwagenmärkte wie Frankreich und die Benelux-Länder versorgt werden sollten.

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Einen Preis nennen die Rüsselsheimer nicht, den Citroën Ami gibt es in Frankreich ab rund 6.000 Euro. Der günstige Preis ist auch möglich, weil Ami und Rocks-E nicht in die Pkw-Fahrzeugklasse „M“ fallen, sondern in die Klasse „L6e“ für leichte Kraftfahrzeuge. Dort sind die Ansprüche an Ausstattung und Crash-Sicherheit geringer.

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