Zulieferer Pierburg nimmt neues Werk in Betrieb

Redakteur: Jens Scheiner

Nach einer Kern-Bauzeit von rund einem Jahr konnte die Pierburg GmbH mit dem Bezug ihres neuen Werkes „Niederrhein“ auf der Hafenmole in der Neusser City bereits in diesem Frühjahr beginnen. In diesen Standort wurden insgesamt 50 Millionen Euro investiert.

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Die KSPG AG investierte rund 50 Millionen Euro in das neue Werk „Niederrhein“ auf der Hafenmole in der Neusser City.
Die KSPG AG investierte rund 50 Millionen Euro in das neue Werk „Niederrhein“ auf der Hafenmole in der Neusser City.
(Foto: KSPG AG)

Einem detaillierten Zeitplan folgend wurden laut Unternehmen schrittweise Fertigungsanlagen aus den beiden Standorten Neuss und Nettetal in das Werk Niederrhein transportiert und dort aufgebaut. Dies betraf zunächst die Fertigung für Magnetventile sowie die Montage von Abgasrückführkühlern. Zeitgleich wurde das Hochregallager in Betrieb genommen. Im Anschluss folgte der Bezug der Halle für die Fertigbearbeitung.

Parallel dazu verlief die Einweisung der Mitarbeiter am neuen Standort. Mittlerweile sind im Werk Niederrhein 520 Mitarbeiter beschäftigt. Damit sind alle Mitarbeiter aus dem Werksstandort Neuss sowie 100 Mitarbeiter aus Nettetal bereits am vor Ort aktiv. Für die Mitarbeiter aus Nettetal wurde dazu extra ein Shuttle-Dienst nach Neuss eingerichtet. Mit dem ab November beginnenden Umzug der Gießerei aus Nettetal werden auch die 180 aktuell in Nettetal verbliebenen Mitarbeiter bis Mitte 2015 nach Neuss wechseln.

„Die erfolgreiche Umsetzung des Gesamtkonzeptes Werk Niederrhein war nur möglich“, so KSPG-Personalvorstand Peter Sebastian Krause, „durch eine klare Zielvorgabe seitens der Unternehmensleitung sowie die engagierte Beteiligung aller Pierburg-Mitarbeiter in Deutschland“.

Nachhaltiges Bauen

Bereits in der Planung des Bauvorhabens hatte der Zulieferer laut eigenen Angaben großen Wert auf eine nachhaltige Bauausführung gelegt und schon im Vorfeld erklärt, dass eine DGNB-Silberzertifizierung angestrebt werde. Dazu Pierburg-Chef Olaf Hedden: „Wir sind als Automobilzulieferer spezialisiert auf Komponenten zur Schadstoffreduzierung und zur Verbrauchsminderung. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass auch unser neues Werk strengen Nachhaltigkeits-Kriterien entsprechen muss. Ich freue mich sehr, dass uns dies mit dem Projekt Werk Niederrhein gelungen ist.“

Die „Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen“ vergibt diese Zertifikate unter bestimmten Voraussetzungen. Wie Pierburg mitteilte, seien diese Voraussetzungen geschaffen durch:

  • Eine erhöhte Flexibilität für die Umnutzung und eine mögliche Erweiterung, was unter anderem durch weitgehend stützenfreie Hallenflächen sowie statisch und technisch auf mögliche Erweiterungen ausgelegte Verwaltungsbereiche erzielt wurde.
  • Eine Unterschreitung der Energiesparverordnung an einen Neubau um mehr als 25 Prozent.
  • Einen umweltverträglichen Materialeinsatz und eine effektive Wärmerückgewinnung in der Druckluftanlage und bei der Abwärme der Schmelzöfen der Gießerei.

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