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Digitalisierung Porsche beteiligt sich an Software-Start-up aus Israel

| Autor: Jens Scheiner

Porsche bekräftigt seine Kooperation mit dem israelischen Start-up Tactile Mobility mit einer Minderheitsbeteiligung. Der Softwarespezialist simuliert einen künstlichen Tastsinn, der künftig in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen soll.

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Mit einer Minderheitsbeteiligung intensiviert Porsche seine Zusammenarbeit mit dem israelischen Technologie-Unternehmen Tactile Mobility, einem Anbieter im Bereich „taktiler Daten“.
Mit einer Minderheitsbeteiligung intensiviert Porsche seine Zusammenarbeit mit dem israelischen Technologie-Unternehmen Tactile Mobility, einem Anbieter im Bereich „taktiler Daten“.
(Bild: Porsche)

Porsche intensiviert seine Zusammenarbeit mit dem Technologie-Unternehmen Tactile Mobility mit einer Minderheitsbeteiligung. An der aktuellen Finanzierungsrunde des israelischen Start-ups beteiligten sich neben Porsche auch Union Tech Ventures sowie bereits bestehende Investoren. Angaben zur Höhe der Beteiligung machten die Zuffenhausener nicht. Tactile Mobility mit Sitz in Haifa ist ein Anbieter im Bereich „taktiler Daten“.

Dabei verarbeitet ein Algorithmus bereits vorhandene Informationen verschiedener Sensoren, um einen Tastsinn zu simulieren. Mit taktilen Daten könne beispielsweise eine bessere Abschätzung des Reibwerts erfolgen, der bei der Fahrt zwischen Reifen und Fahrbahn entsteht. Weiteres Potential sieht Porsche auch in der prädiktiven Wartung sowie in der Optimierung des Batteriemanagements. Die Integration der Technik in Serienfahrzeuge sei für Anfang des kommenden Jahrzehnts vorgesehen.

Die Methode von Tactile Mobility hilft uns, zusätzliche Informationen über den Zustand von Fahrzeugen und Straßen zu gewinnen – über die herkömmliche Sensorik hinaus.

Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Porsche

In einer weiteren Entwicklungsstufe kann die Software eigenen Angaben zufolge Daten zur Beschaffenheit des Fahrzeugs selbst, beispielsweise zu Motor- und Bremseffizienz und Kraftstoffverbrauch liefern. So lassen sich Rückschlüsse auf den Verschleißzustand verschiedener Fahrzeugkomponenten ziehen.

Daneben soll die Software Straßenverhältnisse ermitteln und veränderte Fahrbahnbedingungen schnell erkennen, um weitere Fahrzeuge im Flottenverbund auf diese Veränderungen vorzubereiten, beispielsweise bei glatter Fahrbahn. Mit den gewonnenen Daten könnten beispielsweise Kommunen und Straßenbehörden Wartungsarbeiten planen oder Streu- und Räumdienste effizient einsetzen.

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 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE