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Standorterweiterung Preh eröffnet Entwicklungszentrum

| Redakteur: Christian Otto

Der Zulieferer Preh setzte in den vergangenen Jahren stark auf Bedienlösungen für den Fahrzeuginnenraum. Deshalb investierte man am Firmenhauptsitz in Bad Neustadt jetzt in ein neues Innovationszentrum.

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Preh hat sein neues Entwicklungszentrum in Bad Neustadt feierlich eröffnet. Firmen-Chef Christoph Hummel (2.v.l.) durchschnitt das Eröffnungsband mit Investoren und Vertretern des Managements, des Aufsichtsrats und der regionalen Politik.
Preh hat sein neues Entwicklungszentrum in Bad Neustadt feierlich eröffnet. Firmen-Chef Christoph Hummel (2.v.l.) durchschnitt das Eröffnungsband mit Investoren und Vertretern des Managements, des Aufsichtsrats und der regionalen Politik.
(Bild: Preh)

Am Donnerstag (30. März) eröffnete Preh feierlich sein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum am Stammsitz in Bad Neustadt. Insgesamt 12,5 Millionen Euro hat der Spezialist für Fahrerbediensysteme und Batteriemanagement in das Projekt investiert. Auf einer überbauten Grundfläche von 2.350 m2 und einer Brutto-Geschossfläche von rund 8.200 m2 soll der modern gestaltete Gebäudekomplex Platz für rund 400 Hightech-Arbeitsplätze bieten. Der erste Spatenstich für das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum erfolgte Anfang Oktober 2015, die Bauphase dauerte nur rund eineinhalb Jahre.

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Dank an Investor

Christoph Hummel, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Preh GmbH, erklärte während der Einweihungsfeier: „Unser neues Entwicklungszentrum steht symbolisch für den großen Markterfolg und das dynamische Wachstum von Preh seit der Übernahme durch die Joyson-Gruppe im Jahr 2011. Mit den neuen Kapazitäten im Entwicklungsbereich stellen wir nicht nur die Weichen für künftige Innovationen und neues Marktwachstum, sondern wir sichern auch die Zukunft unseres Stammsitzes in Bad Neustadt.“ Darüber hinaus dankte er vor allem Investor Jeff Wang, ohne dessen Unterstützung das Großprojekt nicht möglich gewesen wäre. Auch Jeff Wang äußerte sich sehr erfreut über den Neubau: „Innovationen sind entscheidend für die Zukunft von Preh und von Joyson. Das Entwicklungszentrum ist somit eine Investition die sich für beide Unternehmen lohnt.“

Attraktivität für Fachkräfte

Jochen Ehrenberg, der als Geschäftsführer die Produktentwicklung und Produktionswerke verantwortet, ist der „Hausherr“ des Entwicklungszentrums und erhielt deshalb von dem verantwortlichen Architekturbüro Kauffmann Theilig & Partner den symbolischen Schlüssel für das Gebäude. Ehrenberg sieht das Zentrum auch als Argument, um neue Arbeitskräfte zu gewinnen. „Wir stehen in der Automobilbranche im Wettbewerb um die besten Ingenieure und untermauern mit diesem Neubau unsere Attraktivität als Arbeitgeber.“ Das man nicht nur in Steine sondern auch in Menschen investiere, habe laut Ehrenberg auch das Jahr 2016 gezeigt. So baute das Unternehmen rund um das Thema Produktentwicklung über 100 Mitarbeiter am Standort auf und will personell weiter wachsen.

Technikum als Höhepunkt

Der Neubau beherbergt neben Büroräumen auch technische Abteilungen. Unter anderem findet sich ein moderner Musterbau mit Anlagen für den 3-D-Druck. Dort stellt Preh Protoypen her. Ein Höhepunkt im neuen Gebäude bildet aber das sogenannte Technikum, das eine Art Schaufenster in die Zukunft darstellt. Es befindet sich in einem von Bürostrukturen umschlossenen Innenhof und wirkt wie eine gläserne Fabrik. Unter anderem finden dort Erprobungen mit Kunststoffspritzgießverfahren statt, bevor eine Freigabe für die Serienproduktion erfolgt. Darüber hinaus werden hier auch die Verfahrensmechaniker der Fachrichtung Kunststoff- und Kautschuktechnik ausgebildet, Diplomanden betreut und Preh-interne fachliche Weiterbildungen durchgeführt.

Auch der Bereich Messtechnik findet im Neubau Platz. Dort werden unter anderem die Bauteile auf unterschiedliche Weise vermessen. Neben der taktilen und optischen Prüfung hält Preh auch ein computertomographisches Verfahren vor. Die Ergebnisse der Entwicklungsleistung können Gäste, Investoren und Kunden dann im hauseigenen Showroom begutachten und testen. In der Gegenwart fahren Preh-Produkte bereits weltweit in vielen Fahrzeugen mit – ob Steuergeräte für das Batteriemanagement in BMW Elektro- und Hybridfahrzeugen oder Multifunktionsschalter für Lenkräder.

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