Passive Sicherheit Projektgruppe entwickelt personalisierbares Rückhaltesystem

Redakteur: Tanja Schmitt

Viele Menschen entsprechen nicht dem Standard-Modell, nach dem die Sicherheitssysteme ausgelegt werden. Drei Unternehmen wollen nun ein personalisierbares Rückhaltesystem entwickeln.

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Ein Airbag kann Leben retten.
Ein Airbag kann Leben retten.
(Bild: Hasselblad H3D/Bosch)

Der Automobilzulieferer Veoneer entwickelt zusammen mit AVL und Emotion3D ein personalisiertes und variables Rückhaltesystem (Restraint Control System). Dieses soll die passiven Sicherheitssysteme im Falle eines Unfalls personalisieren. Ein 3-D-Sensor im Innenraum übermittelt dem System Daten der Insassen wie zum Beispiel Körperbau, Position und Haltung, Gewicht und Geschlecht.

Passive Sicherheitssysteme sind in der Regel auf ein Norm-Körpermaß zugeschnitten. Zum Beispiel der „durchschnittliche Mann“ mit einer Körpergröße von 175 cm und einem Gewicht von 78 Kilogramm. Frauen, Kinder und Ältere weichen von diesen Durchschnittswerten ab, was zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko führen kann. Veoneer bezieht sich dabei auf eine Studie der Universität von Virginia, die besagt, dass weibliche Insassen ein bis zu 73 Prozent höheres Risiko haben, schwere Verletzungen zu erleiden als männliche.

Das Projekt namens „Smart-RCS“ läuft für 24 Monate und wird von der EU gefördert.

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